Zunächst will sich der Fußball-Weltverband anschauen, wie der englische Verband im Fall der verpassten Dopingprobe von Rio Ferdinand urteilt. Wird Ferdinand nicht bestraft, will die FIFA selbst aktiv werden.

FIFA macht Druck im Fall Ferdinand

db
15. Oktober 2003, 11:58 Uhr

Zunächst will sich der Fußball-Weltverband anschauen, wie der englische Verband im Fall der verpassten Dopingprobe von Rio Ferdinand urteilt. Wird Ferdinand nicht bestraft, will die FIFA selbst aktiv werden.

Dem englischen Nationalspieler Rio Ferdinand droht nach seiner verpassten Dopingprobe auf jeden Fall Ungemach. Sollte der englische Verband nicht tätig werden, will sich die FIFA in den Fall einschalten. Der Verteidiger vom englischen Meister Manchester United hatte am 23. September einen Dopingtest auf dem Trainingsgelände von "ManU" verpasst und beteuert seitdem, dass er den Termin nur vergessen habe. "Dies ist ein ernster Fall. Ferdinand muss auf jeden Fall bestraft werden", erklärte Michel D'Hooge, der Chef der FIFA-Anti-Doping-Kommission. Man werde den englischen Verband FA seine Arbeit machen lassen, aber man warte darauf, dass "eine ernste Sanktion beschlossen werde - die der Verfehlung entspricht".

Nach den Regularien der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), die die FIFA-Kommission zu Grunde legt, könnte Ferdinand eine Sperre von bis zu zwei Jahren drohen. Aus Sorge vor Konsequenzen für den Verband hatte die FA auf eine Nominierung Ferdinands für das EM-Qualifikationsspiel am vergangenen Samstag in der Türkei (0:0) verzichtet.

Autor: db

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