Aus der Hamburger Woche hat die Fortuna aus Düsseldorf vier Zähler ergattert.

DÜSSELDORF: Denis Wolfs Ziel: Profi-Rückkehr

kru
24. November 2006, 09:36 Uhr

Aus der Hamburger Woche hat die Fortuna aus Düsseldorf vier Zähler ergattert.

Aus der Hamburger Woche hat die Fortuna aus Düsseldorf vier Zähler ergattert. Dem 2:0-Erfolg im Kulissen-Knaller gegen St.Pauli (24.563 Zuschauer) folgte ein 1:1 gegen die Zweitvertretung des Hamburger SV. Wie schon gegen die Kiezkicker hieß der einzige Düsseldorfer Torschütze Robert Palikuca.

Was dieses Remis in der Hansestadt letztendlich wert ist, wird sich wohl erst am kommenden Samstag zeigen, wenn die Fortuna Holstein Kiel empfängt. "Gewinnen wir gegen Kiel, haben wir beim HSV einen Punkt gewonnen", legt sich Offensiv-Akteur Denis Wolf fest, der sich mit der derzeitigen Situation der Elf von Trainer Uwe Weidemann durchaus anfreunden kann: "Wir haben momentan das erreicht, was wir wollten. Wir sind ganz oben mit dabei und genau das ist unser Ziel."

Mit einem Dreier gegen die Störche könnte man diese Perspektive festigen. Doch der ehemalige Hannoveraner hebt vor dem Gegner aus dem hohen Norden den Zeigefinger: "Es wird eine ganz schwere Partie. Die Kieler haben eine sehr robuste und kampfstarke Truppe, die uns richtig fordern wird." Sein Blick zurück: "Schon in der vergangenen Saison haben wir zu spüren bekommen, dass die unheimlich unbequem sind."

Doch in diesem Jahr hält sich Holstein bis dato in den unteren Gefilden der Tabelle auf, obwohl man als einer der Aufstiegsfavoriten in die Spielzeit gestartet ist. "Ich hätte mit den Kielern auch viel weiter oben gerechnet. In der Mannschaft steckt bestimmt mehr, als sie bis jetzt gezeigt haben", zuckt Wolf mit den Schultern. Das tut er auch auf die Frage, ob er am Samstag von Anfang an aufläuft. "Ich habe im Mittelfeld gute Konkurrenz um mich herum. Deshalb bin ich mit der Einsatzzeit, die ich bis jetzt bekommen habe, auch zufrieden." Sein kämpferischer Zusatz: "Aber es könnte auch ein bisschen mehr sein. Das kommt jedoch von ganz alleine, wenn ich im Training weiter Gas gebe."

Seine Widersacher um die Plätze in der Stammelf sind aber gleichermaßen auch große Hilfen für den Youngster. Als Beispiele könnte man Markus Anfang, Jörg Albertz und Marcus Feinbier nennen, allesamt Positionen, auf denen auch Wolf seine Qualität unter Beweis stellen könnte. "Diese Leute sind natürlich verdammt wichtig für uns. Auf und neben dem Feld geben sie die Kommandos", plaudert der 23-Jährige aus dem Nähkästchen. Schon bei den Roten aus Hannover hatte Wolf vier Profi-Einsätze, konnte dabei sogar ein Tor bejubeln. "Natürlich will ich zurück in den Profi-Fußball, das will doch jeder", zwinkert der Offensive, der das am liebsten schon im kommenden Sommer angehen möchte: "Wenn wir am Ende wirklich aufsteigen sollten, wäre das eine klasse Sache. Aber wir haben erst einmal vor Augen, in der Rangliste am Ende, so weit oben wie möglich zu landen."

Doch vorerst steht das Heim-Match gegen Kiel auf dem Programm, zu dem auch bei geschlossenem Stadiondach in der LTU arena nicht so viele Zuschauer kommen werden wie gegen St. Pauli. Wolf: "Es ist doch nicht möglich, in der Regionalliga jeden Samstag so viele Fans ins Stadion zu bekommen. Aber ohne Frage war das Publikum letztes Mal hervorragend."

Autor: kru

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