Oberliga Westfalen: VfL II & S04 II siegen

Hamm sorgt weiter für Furore

Thomas Ziehn
20. August 2006, 21:01 Uhr

Der zweite Spieltag der Oberliga Westfalen war vor allen eins: farbenfroh. Nicht weniger als zehn Platzverweise mussten die Schiedsrichter in den neun Partien aussprechen. Sieben Mal gab es die Ampelkarte, drei Mal den "Roten Karton". Die Überzahl am besten nutzte der VfL Bochum II. Beim SC Delbrück setzten sich die Bochumer überlegen 5:1 durch und holten sich die ersten drei Punkte der laufenden Saison.

Dabei ging es für den VfL-Nachwuchs gar nicht gut los. Schon in der sechsten Minute erzielte der Delbrücker Raffaele Wiebusch das 1:0 für die Gastgeber. Keine zehn Minuten später konnte Dilaver Güclü den Rückstand allerdings bereits wettmachen. Ersan Tekkan sorgte mit einem Doppelschlag noch vor der Halbzeit für klare Verhältnisse. Kurz nach Wiederanpfiff sahen 620 Zuschauer im Stadion Laumeskamp, wie Guerino Capretti eine Torchance nur durch eine Notbremse vereiteln konnte. Die Folge: Rote Karte für den DSC-Spieler.

Danach hatten die Bochumer leichtes Spiel. David Czyszczon und Profi-Leihgabe Thomas Rathgeber sorgten für den 5:1-Endstand.

Keinen Sieger gab es im Nachbarschafts-Duell zwischen dem VfB Hüls und der Spvgg. Erkenschwick. Die beiden Kontrahenten trennten sich nach 90 Minuten 0:0-Unentschieden. Für beide Trainer war es eine Reise in die Vergangenheit. Vor seiner Zeit bei den Amateuren des VfL Bochum war Erkenschwicks Trainer Manfred Wölpper Linien-Chef beim VfB, Hüls-Trainer Ingo Anderbrügge leitete noch im Januar diesen Jahres das Training am Stimberg. Für den Ex-Profi trotzdem kein Grund, die Emotionen in diesem Spiel überkochen zu lassen. "Das Ding ist für mich abgehakt. Ich bin dort als Trainer nie richtig warm geworden. Das war für mich wie jedes andere Spiel auch", erklärte Anderbrügge.

Sein Gegenüber kündigte vor dem Spiel ein Spektakel an. Das jedoch konnte das Spiel nur in der ersten Halbzeit ansatzweise halten. Es ging rauf und runter und beide Mannschaften hatten vor 731 Zuschauern beste Chancen, in Führung zu gehen. Doch auch die besten Möglichkeiten ließen beide Teams verstreichen. Erst scheiterte VfB-Spieler Kadir Mutluer mit einem Foulelfmeter an Gäste-Torhüter Sebastian Jörgens, dann hielt kurz vor der Pause Tobias Rantzow das 0:0 fest. Er parierte seinerseits einen Foulelfmeter des Erkenschwickers Sebastian Westerhoff.

In der zweiten Hälfte passierte dann nicht mehr viel. Ingo Anderbrügge war nach dem Spiel nicht unzufrieden: "Wir waren heute Außenseiter. Deshalb kann ich mit dem Punktgewinn leben. Vier Punkte zum Saisonstart sind ein guter Anfang".

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Autor: Thomas Ziehn

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