Der WSV Borussia befindet sich angesichts der jüngsten Erfolgs-Erlebnisse im Stimmungshoch, doch die Laune von Gustav Policella dürfte noch ein Stückchen besser als die seiner Kollegen sein.

WSV BORUSSIA: Policella will in Erfolgsspur bleiben

gri
16. November 2006, 19:56 Uhr

Der WSV Borussia befindet sich angesichts der jüngsten Erfolgs-Erlebnisse im Stimmungshoch, doch die Laune von Gustav Policella dürfte noch ein Stückchen besser als die seiner Kollegen sein.

Der WSV Borussia befindet sich angesichts der jüngsten Erfolgs-Erlebnisse im Stimmungshoch, doch die Laune von Gustav Policella dürfte noch ein Stückchen besser als die seiner Kollegen sein. Schließlich darf er sich derzeit als Stammspieler fühlen, nachdem er zu Saisonbeginn schon ein festes Mitglied des Oberliga-Teams war. "Es ist schön, wieder oben zu spielen", lächelt Policella, der in den letzten fünf Partien immer zum Einsatz kam. Seine Bilanz der bisherigen Serie kann sich durchaus sehen lassen: Sechs Spiele, vier Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage. "Ich freue mich, dass es so gut läuft. Umso schöner, dass ich meinen Betrag dazu leisten darf", betont der Angreifer.

Dass er seine Chance nutzen würde, daran hatte Policella ohnehin nie gezweifelt: "Ich wusste, dass irgendwann der Tag X kommen würde, an dem ich wieder spielen darf, habe nie den Kopf in den Sand gesteckt." Stattdessen schob er Zusatzschichten ein, ging in den Kraftraum oder absolvierte Lauf-Einheiten. Bis der Tag X kam. Gegen Fortuna Düsseldorf wechselte Coach Uwe Fuchs den Stürmer erstmals ein, Policella dankte es mit seinem 1:1-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit. Danach musste er weitere sechs Wochen bis zum nächsten Regionalliga-Einsatz warten. Doch der Ex-Profi ließ sich nicht beirren. "Ich habe mich nie als Notnagel gefühlt, auch wenn ich nach dem Düsseldorf-Match gedacht hätte, dass ich dran bin."

Verständlich, dass der 31-Jährige nun viel nachholen will, am liebsten schon die nächste englische Woche mit dem WSV bestreiten würde. "Wir wollen jetzt natürlich in dem Erfolgs-Kreislauf bleiben, am besten permanent weiterspielen. Man hat gesehen, was möglich ist, wenn man erst einmal auf so einer Welle schwebt. Andererseits war es vermutlich mal ganz gut für uns, wieder durchzuschnaufen." Vor allem für Policella, der nach dem Match gegen Union Berlin von Schüttelfrost geplagt wurde und das ganze Wochenende über flachlag.

Dass er dadurch nicht mit dem Rest der Truppe in den Karnevalstrubel eintauchen konnte, stört den früheren Mainzer allerdings nicht: "Dass ich nicht dabei war, ist nicht so tragisch, schließlich kenne ich den Trubel ja schon aus den vergangenen Jahren."

Sein Hauptaugenmerk liegt ohnehin auf dem SV Wilhelmshaven, bei dem die Bergischen am kommenden Samstag (14 Uhr) ihre Visitenkarte abgeben. "Ich kenne zwar niemanden aus der Truppe, habe aber gehört, dass sie eine gute Heim-Mannschaft sind", analysiert der Offensiv-Mann. Dennoch legt er sich fest: "Ein Dreier muss unser Ziel sein, und ein Tor von mir wäre auch mal wieder fällig."

Autor: gri

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