Düsseldorf ist elektrisiert und die Massen machen sich am Freitag auf, um den Sturm der Fortuna auf die Spitze zu beobachten.

DÜSSELDORF: Spitzentanz gegen Union elektrisiert

cb
19. Oktober 2006, 21:18 Uhr

Düsseldorf ist elektrisiert und die Massen machen sich am Freitag auf, um den Sturm der Fortuna auf die Spitze zu beobachten.

Düsseldorf ist elektrisiert und die Massen machen sich am Freitag auf, um den Sturm der Fortuna auf die Spitze zu beobachten.

Endlich haben die Düsseldorfer wieder ein Topspiel, wenn sich der Ligaprimus Union Berlin vorstellt. Und der Vorverkauf lässt auf eine Kulisse von mindestens 15.000 Besuchern hoffen. Mittelfeld-Lenker "Pino" Canale: "Ich denke, es könnten sogar 20.000 werden. Wir kriegen mit, wie groß die Nachfrage ist. Das wird eine Gänsehaut-Atmosphäre geben." Daher legt sich der Belgier fest: "Die Vorfreude ist sehr groß. Für solche Partien sind wir doch Fußballer geworden."

Allerdings hebt der Trickser warnend den Finger: "Gegen Bremen II und Hertha II haben wir jeweils die ersten Minuten der Halbzeiten verschlafen, da müssen wir uns besser zeigen, alles wurde klar angesprochen. Bisher haben wir Glück gehabt, die Gegner nutzten das nicht aus, aber irgendwann wird das bestraft." Und einen eventuellen Rückstand gegen die "Eisernen" aufzuholen wird alles, nur nicht einfach, immerhin besitzen die Berliner das Bollwerk der Liga. Nach zehn Partien musste man erst vier Gegentore schlucken. Pünktlich zum Spitzenhit brannten beim Aufsteiger allerdings einige Sicherungen durch, ausgedrückt durch die beiden Platzverweise am letzten Wochenende für Knipser Nico Patschinski und Mittelfeld-Stratege Sebastian Bönig. Canale: "Damit sind zwei wichtige Leute bei denen gesperrt, dafür kommen aber zwei rein, die sich beweisen wollen. Wir müssen auf jeden Fall richtig aufpassen, sofort hellwach sein."

Für dieses Unterfangen stehen Coach Uwe Weidemann erneut fast alle Mann zur Verfügung, Fragezeichen stehen erneut hinter Marcus Feinbier und Markus Anfang, die bereits in Berlin passen mussten. Müssen beide erneut aussetzen, dürfte die gleiche Startelf wie in der Hauptstadt nicht überraschen. Also auch mit Canale, der aktuell zum Pendler geworden ist, die Wohnung in Düsseldorf wurde gekündigt, das Heim bei den Eltern in Belgien vorübergehend bezogen. "Ich hoffe, in der Winterpause in mein Haus in Belgien einziehen zu können", erklärt der Ex-Ahlener, "dann pendel ich zum Training. Wenn nur wenig Zeit zwischen den Einheiten liegt, schlafe ich bei Ahmet Cebe, meistens zwei Mal die Woche. Das passt, denn in Belgien kann ich schön abschalten. Sobald ich im Auto sitze, drehen sich die Gedanken nur noch um die Fortuna. Auch jetzt ist man mit dem Kopf schon bei der Begegnung am Freitag."

Denn der Linksfuß weiß um die Bedeutung der 90 Minuten gegen den Aufsteiger: "Wir sind heiß, die ganze Stadt fiebert dem Spiel entgegen. Denn wir können weiter klettern, da alle Mannschaften immer wieder Punkte liegen lassen." Fazit von Canale: "Ich habe damit gerechnet, oben noch eingreifen zu können. Wir haben einen klasse Kader, dazu kamen gute Neuzugänge. Der Konkurrenzkampf ist enorm, auch im Training. Jeder weiß, er muss Gas geben, um seinen Platz zu behaupten." Besonders, wenn Feinbier und Anfang wieder bei der Elf sind und Weidemann noch mehr Möglichkeiten hat, den Angriff auf die Spitze zu planen. Am Freitag müsste dafür ein Sieg mit vier Treffern her...

Autor: cb

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