Die Beschlüsse des DFB-Bundestags zur Reform der Regionalliga haben auch für die Profi-Unterbauten der hiesigen Bundesliga-Clubs weit reichende Konsequenzen. Bodo Menze, Koordinator der Schalker Nachwuchs-Abteilung, kann mit dem in Frankfurt am Main gefundenen Kompromiss leben.

SCHALKE II - Menze kann mit Drittliga-Reform leben

hb
15. September 2006, 11:41 Uhr

Die Beschlüsse des DFB-Bundestags zur Reform der Regionalliga haben auch für die Profi-Unterbauten der hiesigen Bundesliga-Clubs weit reichende Konsequenzen. Bodo Menze, Koordinator der Schalker Nachwuchs-Abteilung, kann mit dem in Frankfurt am Main gefundenen Kompromiss leben.

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Die Beschlüsse des DFB-Bundestags zur Reform der Regionalliga haben auch für die Profi-Unterbauten der hiesigen Bundesliga-Clubs weit reichende Konsequenzen. Bodo Menze, Koordinator der Schalker Nachwuchs-Abteilung, kann mit dem in Frankfurt am Main gefundenen Kompromiss leben.

Bodo Menze, was bedeutet die Einführung der dritten Profiliga für die Planungen des FC Schalke bezüglich seiner Reserve-Truppe?

Die Perspektiven für die zweiten Mannschaften sind insgesamt schwieriger geworden, das ist klar. Neben der bereits bestehenden Altersbeschränkung, wegen der nur drei Spieler älter als 21 Jahre alt sein dürfen, steht der finanzielle Aspekt. Den Vereinen fehlen die Einnahmen aus den Fernsehgeldern und vom DFB-Pokal sind sie auch ausgeschlossen. Beim FC Schalke haben wir einen klaren Auftrag, was die Nachwuchs-Arbeit betrifft. Bei uns geht es in erster Linie um Talentförderung auf hohem Niveau, möglichst viele junge Spieler sollen den Sprung in den Profibereich schaffen.

Was halten Sie allgemein von der Reform?

Sie ist ein Kompromiss zwischen Profi- und Amateur-Fußball. Es ist für die zweiten Mannschaften keine Blockade à priori, auch die dritte Profiliga ist für sie offen. Ich weiß aber nicht, für welche Vereine sie auf Dauer machbar ist. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte hat es schon etliche Reformen im deutschen Fußball gegeben, immer wieder wurden auch neue Ligen installiert. Und für die Unterbauten der Clubs gab es auch schon diverse Überlegungen, wie man die jungen Talente möglichst gut an den Lizenzbereich heranführt. Die Internationale Spielrunde ETT waren ebenso irgendwann vom Tisch wie Modelle von gezielten Spielerausleihen oder Satelliten-Clubs, sogenannten Farm-Teams.

Die jetzige Regionalliga, in die Schalke II aufsteigen will, wird ebenso herabgestuft wie die Oberliga, die künftig lediglich fünftklassig ist!

Das ist richtig, wobei die Beschlüsse für die Oberliga ja noch nicht abgesegnet sind. Ich hoffe, dass wir 2008, wenn die Reformen zum Tragen kommen sollen, nicht mehr dabei sind. Der Begriff Oberliga, wie man ihn seit langer Zeit kennt, verwässert dadurch ein wenig, auch wenn es möglicherweise zu einer Zusammenlegung der Staffeln Westfalen und Nordrhein kommen sollte.

Autor: hb

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