Der Start in die Test-Phase ist gelungen. Wuppertals 4:0 (2:0)-Sieg in Ronsdorf durch Tore von Rocky Siberie, Mike Rietpietsch, Michael Lejan und Gaetano Manno folgte am gestrigen Samstag ein 2:2 (1:0) beim VfB Speldorf.

WSV BORUSSIA: Ordentlicher Test-Auftakt, wütender Weber

gri
10. Juli 2006, 08:30 Uhr

Der Start in die Test-Phase ist gelungen. Wuppertals 4:0 (2:0)-Sieg in Ronsdorf durch Tore von Rocky Siberie, Mike Rietpietsch, Michael Lejan und Gaetano Manno folgte am gestrigen Samstag ein 2:2 (1:0) beim VfB Speldorf.

Der Start in die Test-Phase ist gelungen. Wuppertals 4:0 (2:0)-Sieg in Ronsdorf durch Tore von Rocky Siberie, Mike Rietpietsch, Michael Lejan und Gaetano Manno folgte am gestrigen Samstag ein 2:2 (1:0) beim VfB Speldorf. Stephan Bork und erneut Rietpietsch trafen. Allzu weit wollte sich der prominente Neuzugang allerdings nicht aus dem Fenster lehnen: "Im Endeffekt ist es Wurst, wer die Treffer markiert." Viel wichtiger ist da schon das reine Überleben, wie der Ex-Profi anmerkt: "Wir nehmen in den Einheiten keine Rücksicht auf die Partien, daher müssen wir uns schon ziemlich quälen. Die Kraft ist einfach weg. Dafür haben wir uns ganz ordentlich verkauft."

Das kann man von Jean-Louis Tavarez nicht unbedingt behaupten. Der frühere Publikumsliebling weilt seit Montag wieder in Wuppertal, nachdem er wegen eines abgelaufenen Personalausweises zu spät aus dem Heimaturlaub zurückkehrte. Und auch danach sucht der momentan wegen einer Verletzung krank geschriebene Techniker nicht unbedingt die Nähe zur Mannschaft. "Ich hätte mir gewünscht, dass er mal zum Spiel in Speldorf vorbeikommt, um bei seinen Jungs zu sein", bemerkt der Sportliche Leiter Achim Weber, "aber offenbar sind das nicht seine Jungs."

Deutliche Worte, die nicht unbedingt auf eine Regionalliga-Zukunft für Tavarez schließen lassen. "Er wird sich über Wochen und Monate in der Oberliga-Mannschaft für höhere Aufgaben empfehlen müssen", formuliert Weber. Auch eine vorzeitige Trennug würde nicht überraschen, doch noch gibt sich der Funktionär zurückhaltend: "Mehr gibt es über Tavarez nicht zu sagen." Bis auf die Tatsache, dass er in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen könnte, wie Manager Thomas Richter erklärt: "Es ist denkbar, dass er vormittags in der Ersten und abends in der Zweiten mitmischt." Ein weiterer Schlag ins Gesicht der WSV-Verantwortlichen nach dem Urlaubs-Theater um Miguel Lopez Torres (siehe Seite 35). Bei dem hat sich Weber schon festgelegt: "Er wird nicht mehr das WSV-Trikot tragen."

Auch der Rest des Kaders hat nach einer Woche mit drei Einheiten pro Tag einige Freizeit, ehe es am Dienstag mit einem Test bei Fortuna Köln (19 Uhr) weitergeht. Sehr zur Freude von Rietpietsch, der zudem am Donnerstag (16 Uhr) auf seinen Ex-Club VfL Bochum trifft. Mit der bisherigen Vorbereitung ist er jedenfalls durchaus zufrieden. "Wir haben eine sehr gute Truppe, die Neuzugänge wurden klasse aufgenommen", berichtet der frühere Duisburger. Und setzt sich dementsprechende Ziele: "Wir wollen oben mitspielen. Das wird allerdings in diesem Jahr nicht einfach, die dritte Klasse ist keine Schweineliga mehr."

Autor: gri

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