Bei einem Vergewaltigungsfall am Wochenende, an dem acht Profis eines englischen Premier-League-Klubs beteiligt gewesen sein sollen, waren nach Angaben der eigenen Klubführung keine Spieler von Aston Villa involviert.

Aston Villa versichert Unschuld seiner Profis

ar
03. Oktober 2003, 15:22 Uhr

Bei einem Vergewaltigungsfall am Wochenende, an dem acht Profis eines englischen Premier-League-Klubs beteiligt gewesen sein sollen, waren nach Angaben der eigenen Klubführung keine Spieler von Aston Villa involviert.

Der englische Erstligist Aston Villa hat ausgeschlossen, dass einer seiner Profis bei einem Vergewaltigungsfall in der Premier League beteiligt gewesen war. "Wir versichern, dass unsere Spieler mit der Angelegenheit nichts zu tun haben", hieß es in einer Mitteilung des Klubs aus Birmingham. Acht Fußballer eines Vereins aus der Premier League sollen am vergangenen Wochenende eine 17-Jährige in einem Hotelzimmer in London vergewaltigt haben, darunter mindestens ein Nationalspieler.

DNA-Proben von Verdächtigen genommen

Englische Medien berichten, dass sich der Vorfall im Grosvenor House Hotel in der Nähe des Hyde-Parks ereignet haben soll. In London fanden am vergangenen Wochenende drei Partien der höchsten englischen Liga statt. Arsenal London traf auf Newcastle United, Chelsea London auf Aston Villa und Charlton Athletic auf den FC Liverpool. In dem laufenden Ermittlungsverfahren sind durch Scotland Yard bereits DNA-Proben von Verdächtigen entnommen worden. Einzelheiten sind allerdings nicht bekannt.

Das Opfer hatte sich angeblich bereit erklärt, einen Spieler mit auf dessen Hotelzimmer zu begleiten. Dort sollen die übrigen Profis hinzugestoßen sein und gegen den Willen der 17-Jährigen mit ihr Sex gehabt haben.

Schaden für den englischen Fußball

Das Ereignis schlägt seitdem auf der Insel hohe Wellen und bestimmt vor allem die Schlagzeilen der Boulevardpresse. Sollte sich der Verdacht bestätigen, so der einhellige Tenor, entstünde großer Schaden für den Fußball in England. Der Verband FA vermeidet jegliche konkrete Stellungnahmen. Man sei nicht in der Position, sich in irgendeiner Weise zu äußern, sagte ein Sprecher.

Im Internet kursieren unterdessen die wildesten Gerüchte über mögliche Täter. Die Betreiber der Seiten sind gezwungen, diffamierende Kommentare zu entfernen, weil sie sonst mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So hat der Anbieter rivals.net zeitweise sein Gästebuch geschlossen, um nicht als Plattform für unbewiesene Anschuldigungen missbraucht zu werden.

Autor: ar

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