Björn Mehnert, Defensiv-Stratege des Wuppertaler SV Borussia, geriet ins Grübeln.

SGW/WSV/RWO: Revier-Teams zeigen Brust gegen Rechts

tt
26. Mai 2006, 10:12 Uhr

Björn Mehnert, Defensiv-Stratege des Wuppertaler SV Borussia, geriet ins Grübeln.

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Björn Mehnert, Defensiv-Stratege des Wuppertaler SV Borussia, geriet ins Grübeln. Und zwar über einen Fernseh-Beitrag, in dem ein dunkelhäutiger Amateur-Spieler im Osten übel beschimpft wurde. "Eine Freundin von mir hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich habe mir etwas überlegt und Spieler in mehreren Vereinen kontaktiert, um gemeinsam etwas ins Leben zu rufen", erklärt der ehemalige Dortmunder.
Herausgekommen ist eine gemeinsame T-Shirt-Aktion, die am letzten Spieltag zusammen von den Akteuren des WSV Borussia, der SG Wattenscheid 09, Rot-Weiß Oberhausen, 1. FC Köln II und Bayer 04 Leverkusen II präsentiert wird. "Alle fünf Mannschaften werden beim Warmmachen die gedruckten Anti-Rassismus-T-Shirts tragen", erläutert "Mehne" und nennt auch gleich den Hintergrund der Kampagne: "Wir wollen uns einfach positionieren. Der Rechtsextremismus ist in Deutschland nicht zurückgegangen. Ganz im Gegenteil: Die letzten statistischen Zahlen belegen sogar einen Anstieg der Straftaten aus dem rechten Lager. Dieser Entwicklung wollen wir durch unsere Aktion entgegenwirken." Der frühere Dortmunder ergänzt: "Wenn wir nur jeden zweiten Zuschauer erreichen, dann hätten wir schon eine ganze Menge geschafft." Tobias Schäper sieht ebenfalls Bedarf zum Wachrütteln: "Bei einigen Spielen haben wir auch Vorkommnisse registriert, die uns ziemlich besorgt haben." Wattenscheids Thomas Rietz bezieht klar Stellung: "Rechtsradikalismus hat in unserer Gemeinschaft nichts zu suchen. Sicher werden wir kaum den Effekt erzielen, dass sich ganz Deutschland in den Armen liegt, aber ich bin sicher, dass wir den einen oder anderen erreichen."

Autor: tt

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