Oft war er Turm in der Schlacht, Fels in der Brandung oder der Feuerwehrmann im Brand-Zentrum. Er kämpfte, grätschte, köpfte, powerte - letztlich ohne das gewünschte End-Ergebnis.

WATTENSCHEID: "Kampf-Krake" Pellegrino Matarazzo deprimiert

tt
22. Mai 2006, 09:08 Uhr

Oft war er Turm in der Schlacht, Fels in der Brandung oder der Feuerwehrmann im Brand-Zentrum. Er kämpfte, grätschte, köpfte, powerte - letztlich ohne das gewünschte End-Ergebnis.

Oft war er Turm in der Schlacht, Fels in der Brandung oder der Feuerwehrmann im Brand-Zentrum. Er kämpfte, grätschte, köpfte, powerte - letztlich ohne das gewünschte End-Ergebnis. "Ich habe ehrlich gesagt keine Worte für dieses 1:5", meinte ein nasstriefender Pellegrino Matarazzo nach dem Debakel gegen RW Erfurt. Wattenscheids Sargnägel sind fest eingezimmert, der Begriff Rettung ist aus dem Vokabular gestrichen.
"Ich habe die Tabelle nicht so im Kopf, weiß aber, dass wir mit Preußen Münster auf einem Abstiegsplatz stehen und dass Erfurt aus der Gefahrenzone heraus ist. Jetzt ist genau der Fall eingetreten, den hier keiner wollte: Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand. Jetzt müssen wir darauf hoffen, dass ein Konkurrent sein Spiel verbockt und selbst hoch in Emden gewinnen. Die Chance ist gering."
Damit zeichnet sich immer deutlicher der erste schwarze Fleck auf dem bisher weißen Sweater des ehemaligen College-Kickers ab - "Rino" musste in seiner Karriere noch nie das Abstiegs-Beißholz beanspruchen. "Wir haben zwei Schlüsselspiele verloren", setzt das Kämpferherz zur Ursachen-Forschung an, "das eine war gegen Hamburg und jetzt das gegen Erfurt. So etwas ist schlimm, wir stehen ganz unten im Keller. Es gibt für uns jetzt ein paar dunkle Tage. Es wird schwer, den Kopf wieder hochzukriegen." "Rino" fügt hinzu: "Das Leben geht weiter. Aber nicht heute und morgen."

Autor: tt

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