MÜNSTER: Mit abgelegter Sauerstoffmaske gegen den WSV

cb
19. Mai 2006, 10:14 Uhr

"Noch zwei Partien stehen für die Münsteraner an. Die Ausgangslage ist klar: Nach Köln II, Chemnitz und RWO werden noch zwei Absteiger gesucht.

"Noch zwei Partien stehen für die Münsteraner an. Die Ausgangslage ist klar: Nach Köln II, Chemnitz und RWO werden noch zwei Absteiger gesucht. Allerdings geht der SCP mit breiter Brust in die letzten Begegnungen nach dem 2:1-Erfolg am letzten Sonntag in Oberhausen.
Daher betont Coach Hans-Werner Moors vor dem Gang am Samstag gegen den WSV Borussia (zum Schluss geht es nach Leverkusen): "Wir haben die Sauerstoffmaske abgelegt, können nun etwas freier atmen. Jetzt haben wir noch zwei Endspiele vor der Tür, die wir beide gewinnen wollen, dann sind wir auf keinen anderen mehr angewiesen." Zusatz des Trainers: "Wir werden gegen den WSV sicherlich vor einer tollen Kulisse auflaufen, da freuen wir uns drauf."
Das gilt auch für Ansgar Brinkmann, der in Oberhausen den späten Siegtreffer erzielte, sich nachher noch ein kurzes Scharmützel mit Kollege Tino Milde lieferte. "War das wichtig", blickt der Routinier kurz zurück, "und verdient. Jetzt geht es gegen den WSV genau da weiter. Wir treffen auf eine spielstarke Mannschaft, die wir packen müssen, wollen wir in der Liga bleiben." Brinkmann mit Blick auf die Motivation der Gäste: "Es kann sein, dass sie nicht mehr alles investieren werden, da es für den WSV um kaum noch etwas geht. Da liegt genau der Unterschied, wir werden bis an die Grenze gehen."
Und das vor einer Kulisse, die an die 8000 gegen Düsseldorf herankommen soll. Daher rührt auch Angreifer Sercan Güvenisik die Werbetrommel: "Ich lade alle Fans ganz herzlich ein, uns am Samstag zu unterstützen." Der quirlige Stürmer ergänzt: "Ich denke, wir haben von allen Teams im Keller die beste Ausgangsposition. Und wenn uns die Anhänger unterstützen, wie sie das bei RWO gemacht haben, dann bleiben wir drin. Es ist klasse zu sehen, wie hier alle zusammen arbeiten, um Münster in der Regionalliga zu halten."
Und wenn es wieder mit der Last-Minute-Rettung klappt, dann muss der ehemalige Unabsteigbar-Titel des VfL Bochum wohl in die Universitäts-Stadt wandern, wie auch Güvenisik abnickt: "Im Winter dachte niemand, dass wir drin bleiben können. Aber wir haben gezeigt, wir haben eine gute Truppe." Die den WSV mit Sicherheit nicht unterschätzen wird. "Auf keinen Fall", gibt der ehemalige Duisburger zu Protokoll, "wir werden 100 Prozent geben, denn Wuppertal kommt nicht zur Kaffeefahrt zu uns."

Autor: cb

Kommentieren