WATTENSCHEID: Keeper Joswig bleibt im Kasten

tr
19. Mai 2006, 09:59 Uhr

Eine große Frage baumelt derzeit wie ein Damoklesschwert über der "Lorheide". Wer soll nach zuletzt vier verschossenen Elfmetern antreten?

Eine große Frage baumelt derzeit wie ein Damoklesschwert über der "Lorheide". Wer soll nach zuletzt vier verschossenen Elfmetern antreten? Lars Toborg versagten die Nerven vom Punkt, Kai Koitka, der in Bremen an Keeper Kasper Jensen scheiterte, ist gegen Erfurt wegen seiner Rote Karte nicht dabei, würde aber auch keine neue Chance bekommen. Doch gegen die Rot-Weißen, die punktgleich mit den Wattenscheidern um den Klassenverbleib fighten, wird es ordentlich zur Sache gehen, eventuell werden auch Strafstöße die Folge sein. "Nein, ich bleibe im Tor", will SGW-Keeper Michael Joswig nichts davon wissen, zu Wattenscheids Jörg Butt zu avancieren. "Das ist nicht mein Ding, das überlasse ich anderen Leuten.
Wie beispielsweise Kapitän Mike Terranova, der die Verantwortung übernehmen wird. "Ich trete an", nickt der Ex-Wuppertaler, der gegen die Bayern mit einer leichten Kniereizung lieber das Bankticket zog. "Ich wollte nichts riskieren, denn gegen Erfurt steht zuviel auf dem Spiel." Während sich seine Mannschaftskollegen in vornehmer Zurückhaltung üben und lieber keine Prognose gegen die Ostdeutschen abgeben wollen, geht der Spielführer mit klaren Worten voran. "Alles andere als ein Sieg wäre enttäuschend", zählt für "Terra" im direkten Vergleich nur der Dreier. "Wir haben uns durch die 2:4-Niederlage gegen den HSV selbst in diese Situation gebracht, also müssen wir am Samstag zusehen, dass wir dort auch gemeinsam wieder raus kommen. Und das geht nur mit drei Punkten." Eine Einschätzung, die auch Joswig unterschreibt: "Da die Wuppertaler in den letzten Wochen den Anschein machten, sich kein Bein mehr ausreißen zu wollen, wird Münster gegen den WSV gewinnen. Also müssen wir es auch." Dennoch wollen beide Leitfiguren nichts von einer Vorentscheidung wissen: "Die wird definitiv nicht fallen", schüttelt Joswig den Kopf. Terranova ergänzt: "Das braucht uns aber auch nicht zu interessieren, denn wir haben alles selbst in der Hand."

Autor: tr

Kommentieren