RevierSport nimmt noch einmal die Regionalliga-West-Saison der Schalker Zweitvertretung unter die Lupe. Wer sind die Auf- und Absteiger, wie sieht die Zukunft aus?

Schalke II: Bilanz

Trares muss neues Team aufbauen

13. Juni 2011, 09:57 Uhr

RevierSport nimmt noch einmal die Regionalliga-West-Saison der Schalker Zweitvertretung unter die Lupe. Wer sind die Auf- und Absteiger, wie sieht die Zukunft aus?

Aufsteiger
Kevin Pires-Rodriguez hat sich vor allem in der Rückrunde zu einem hoffnungsvollen Mittelfeldspieler entwickelt, der dafür mit ein paar wertvollen Trainingseinheiten mit Profis wie Raúl belohnt wurde. Der Deutsch-Portugiese hat das Zeug dazu, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Eine gute Runde spielte auch Alexander Langlitz, der vom scheidenden Trainer Michael Boris wegen seines unermüdlichen Einsatzes immer wieder gelobt wurde. Der Offensivmann mit Wurzeln in Kasachstan muss aber noch ein seinem Abschluss arbeiten, sonst wird es mit dem erhofften Karriereschub wohl nichts. Erst in der Schlussphase der Saison konnte sich Richard Weber einen Stammplatz in der S04-Reserve erkämpfen. Der Innenverteidiger verdrängte Gerrit Hermsen von der Position neben Routinier Frank Fahrenhorst und hat auch in der Zukunft beste Chancen, sich in der Schalker Abwehr durchzusetzen.
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Absteiger
Vor zwei Jahren war Danny Latza mit der deutschen U19-Nationalmannschaft Europameister, der Weg in die Bundesliga schien vorgezeichnet. Doch der gebürtige Gelsenkirchener konnte sich in der Schalker Profitruppe nicht durchsetzen und hat wegen einer Fußverletzung ein verlorenes Jahr hinter sich. Der Vertrag wurde nicht verlängert, nun ist Latza auf Vereinssuche. So schnell geht‘s. Ein Fall für sich ist hingegen Marvin Pourie. Der zweifellos veranlagte Stürmer stellte sich mit undiszpliniertem Verhalten selbst ins Abseits - nicht zum ersten Mal.

Zukunft
Von der gewünschten Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs- und Lizenzabteilung konnte in der vergangenen Serie keine Rede mehr sein, was für einen hochverschuldeten Klub fatal ist. Der neue Trainer Bernhard Trares muss wieder einen Neuaufbau angehen, denn aus der bisherigen Truppe sind mit Frank Fahrenhorst als Führungsfigur sowie Alexander Langlitz, dem erwähnten Pires-Rodriguez und Marco Quotschalla gerade einmal vier Stammspieler auf Schalke verblieben. Der neue Kader rekrutiert sich überwiegend aus Youngstern, die ihre erste Saison im Seniorenbereich vor sich haben. Trares wird im Gegensatz zu seinem Vorgänger Boris immerhin kaum das Problem haben, etliche oben aussortierte und daher in der U 23 entsprechend lustlose Profis mit durchziehen zu müssen. Wegen der vielen unerfahrenen Akteure im Team aber wäre mehr als Platz elf wie in der letzten Spielzeit eine Überraschung.

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