Es war kein Spiel für schwache Nerven. Zumindest nicht für die Besucher unter den knapp 300, deren Herz für die Heimmannschaft SC Düsseldorf-West schlägt.

SC West schlägt Sudberg

Becker: "Meine Nerven"

05. Juni 2011, 19:23 Uhr

Es war kein Spiel für schwache Nerven. Zumindest nicht für die Besucher unter den knapp 300, deren Herz für die Heimmannschaft SC Düsseldorf-West schlägt.

Am Ende besiegte der SC im zweiten Relegationsspiel um den Verbleib in der Niederrheinliga den SSV Sudberg mit 3:2 (1:0). Toni Munoz war es zu verdanken, dass die Gastgeber bereits mit einem breiten Grinsen in die Halbzeitpause gingen. Der Spielmacher nutzte ein kleines Missgeschick von Torjäger René Kägebein aus und vollendete mit einem satten Schuss unten rechts in das Gehäuse zur 1:0-Führung (43.). Zuvor verpassten auf Seiten von West Gino Mastrolonardo (10.), Torschütze Munoz (16.) und Kägebein per Kopf (42.) einen früheren Treffer. Auf Seiten der Gäste hatten Alit Osmani (24.) und Oldie Mario Kraft (30.) ebenfalls Chancen, West zu schocken. Christoph Zilgens klärte jedoch mehrfach in höchster Not.

Doch auch zwei schnelle Treffer nach der Halbzeit durch Kägebein (49.), der im Nachsetzen traf, und den eingewechselten Marius Lippa (52.), sorgten bei den Düsseldorfern nicht für die nötige Gelassenheit. West-Coach Harald Becker analysierte: „Meine Nerven! Das war schon krass. So eine Führung darfst du eigentlich nie wieder hergeben.“[infobox-right]SC West: Broich - Doll, Alijasar (36. Lippa), Bauermeister, Nedeljkovic - Zilgens, Mastrolonardo, Matic, Munoz - Tokcan (87. Ceker), Kägebein.
Sudberg: Gerlach – Hellmeister, Jonuzi (56. Geeven), Vögler, Yakar – Thun, Hildebrandt, Grün, Kraft (56. Ajvazi) – Krasniqi, Osmani.
Schiedsrichter: Felix Schmitz (Xanten).
Tore: 1:0 Munoz (43.), 2:0 Kägebein, 3:0 Lippa (52.), 3:1 Krasniqi (55.), 3:2 Krasniqi (84.).
Zuschauer: 300.[/infobox] Gemeint hat er den Anschlusstreffer der Gäste durch Ardian Krasniqi per Kopfballtor (55.) zum 3:1 und schlussendlich das 3:2, ebenfalls durch Krasniqi sechs Minuten vor dem Ende. Gästecoach Alfonso del Cueto war leicht enttäuscht: „Wir waren zu kraftlos und haben nicht gut gespielt. Die lange Saison macht sich bemerkbar, denn eigentlich können meine Jungs viel mehr“, musste der Ex-WSV U19-Coach feststellen.

Durch den 2:1-Erfolg des TuS Bösinghoven beim 1. FC Mönchengladbach kommt es nun am Mittwoch ab 20 Uhr zum großen Entscheidungsduell zwischen dem SC West und Bösinghoven. Während den Meerbuschern ein Punkt zum Aufstieg reichen würde, wäre dem SC West mit einem Sieg der Klassenerhalt sicher. Gespielt wird an der Schlossstraße in Grevenbroich (Spielanlage des TuS Grevenbroich). Becker: „Wir haben eine Riesenrückrunde gespielt. Wenn du drinbleiben willst, musst du sowieso gewinnen. Dafür werden wir am Mittwoch alles geben“, gab der Fußballlehrer schon einmal eine erste Kampfansage heraus.

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