Chefpräsenz! Wenn Rolf Hempelmann, Boss bei RWE, aus Berlin einschwebt, dann ist entweder sitzungsfrei in der Hauptstadt - oder es gibt etwas zu vermelden.

RWE: Im Aufstiegsfall gilt Janßen-Signatur bis 2009

og
25. März 2006, 09:56 Uhr

Chefpräsenz! Wenn Rolf Hempelmann, Boss bei RWE, aus Berlin einschwebt, dann ist entweder sitzungsfrei in der Hauptstadt - oder es gibt etwas zu vermelden.

Chefpräsenz! Wenn Rolf Hempelmann, Boss bei RWE, aus Berlin einschwebt, dann ist entweder sitzungsfrei in der Hauptstadt - oder es gibt etwas zu vermelden. Beides war am gestrigen Mittwoch der Fall. Allerdings nichts, was tierisch überraschte. Der Vertrag von Olaf Janßen, Sportlicher Leiter, wurde verlängert. Im Fall des Verbleibs in der Regionalliga, "wovon wir nicht ausgehen", wie Hempelmann unterstreicht, bis 2007, im Fall des Zweitligaaufstiegs bis 2009. "Eine strategische Entscheidung." Vor allen Dingen eine logische, und psychologische vor den Meilensteinen am Samstag in Jena (14 h, Ernst Abbe-Sportfeld) und dann zuhause gegen Kiel. Janßen überzeugt im Duett mit dem Trainergespann Uwe Neuhaus und Peter Kunkel durch Ruhe und Souveränität. Die Verhandlungen mit dem Coach-Trio, zudem auch Keeper-"Schleifer" Carsten Busch gehört, laufen gleichfalls produktiv. "Wir sind hervorragend aufgestellt", lobt Hempelmann die Personalie Janßen, "das haben wir schon während der Vorbereitung gemerkt, das wird uns auch jetzt immer weiter bestätigt."
"Ausgegraben" wurde Janßen damals durch das Vorstandsmitglied Professor Dr. Markus Buchberger, der bei einem Janßen-Interview super-hellhörig wurde und die Gremien einstielte, ähnlich wie ehemals bei Bjarne Goldbaek, als der Kontakt über einen Anwaltkollegen lief. Hempelmann: "Und gefällt es sehr gut, wie Olaf den Kontakt zum gesamten Trainergespann pflegt, die Zusammenarbeit ist vorbildlich." Von der Jugend über die Zweitvertretung zur Regionalliga.
"Was mir ungemein imponiert", freut sich Janßen über das ausgesprochene weitere Vertrauen, "dem Sportlichen Bereich werden die notwendigen Entscheidungen überlassen, die Gremien des Clubs mischen sich nicht ein, in der Öffentlichkeit wird sich nicht geäußert." Jedenfalls nicht negativ. Janßen: "Die interne Kommunikation funktioniert." Bundesligist VfB Stuttgart beweist gerade, wie man es beispielsweise nicht macht. Janßens Fazit: "Mir macht mein Job ungemein viel Spaß, ich versuche, das in mich gesetzte Vertrauen weiter zurück zu geben." Und die weiteren Planungen intensiv voran zu treiben. So zum Beispiel nach RS-Informationen das Buhlen um den Siegener Alindo Gomes Somedo, der den ambitionierten Künstlernamen Cafú trägt und im Falle des Sportfreunde-Abstiegs aus Liga zwei den Weg an die Hafenstraße finden könnte. Der Sachverhalt um den beidfüßigen stürmischen Nationalspieler der Kapverdischen Inseln (hat auch portugiesische Staatsbürgerschaft) wird aktuell kaum kommentiert, nur die Janßen-Signatur, die nickt Neuhaus befriedigt ab, spricht von "außergewöhnlicher Zusammenarbeit, der Club kann zur Entscheidung nur beglückwünscht werden."
Das Club-Szenario der nächsten Wochen wird auch die Signaturen des Trainer-Trios erfolgen lassen! Janßen fordert die Nähe zum Team, ist sich insbesondere im Verhältnis zu Neuhaus sicher, "wir profitieren von einander." Janßen, selbst auch Fußball-Lehrer, bestätigt: "So ist meine Philosophie." Dass der Anerkennungsball in Richtung Coaches zurück gespielt wird, ist klar: "Es ist nicht selbstverständlich, dass aus so vielen neuen Akteuren so schnell eine beeindruckende Einheit geschweißt wird." Sein Fazit: "Ich habe nie einen Zweifel gehabt, hatte immer ein gutes Bauchgefühl."

Autor: og

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