Statt Derby-Sause nur Schnee-Brause: Die SG Wattenscheid kommt im Jahr 2006 einfach nicht in Fahrt.

SG WATTENSCHEID: Auch Münster-Match auf der Kippe

tt
03. März 2006, 10:47 Uhr

Statt Derby-Sause nur Schnee-Brause: Die SG Wattenscheid kommt im Jahr 2006 einfach nicht in Fahrt. "Die zweite Absage gegen RW Oberhausen ließ sich nicht vermeiden, auf dem Platz war kein Fußball möglich.

Statt Derby-Sause nur Schnee-Brause: Die SG Wattenscheid kommt im Jahr 2006 einfach nicht in Fahrt. "Die zweite Absage gegen RW Oberhausen ließ sich nicht vermeiden, auf dem Platz war kein Fußball möglich. Auch das für Samstag angesetzte Spiel gegen den SC Preußen Münster steht auf der Kippe", blickt SG-Sport-Chef Reinhold Klee mit Unbehaben in den finsteren Winter-Himmel. Am Freitag um 12 Uhr wird die Platz-Kommission den Rasen inspizieren, anschließend weiß Trainer Georg Kreß, ob er bei der Einheit um 15 Uhr abschließend powern lassen kann oder wieder improvisieren muss.
Am Dienstag entflohen die Wattenscheider dem Flocken-Chaos in den Indoor-Bereich. Georg Kreß: "Wir sind in die Halle gegangen, um das Ausfall-Loch zu füllen, das war eine schöne Abwechslung. Gestern konnten wir auf dem festen Schneeboden arbeiten, haben in kleinen Gruppen Vier gegen Vier gespielt."
Elf gegen Elf um Punkte wäre dem Fußball-Lehrer zweifellos lieber. Kreß nickt: "Das Nachhol-Programm kann für uns ganz schön bitter werden, ich blicke den Partien gegen Münster und Dienstag in Wuppertal nicht gerade optimistisch entgegen, zumal ich die Wetter-Verhältnisse im Bergischen Land noch gut kenne. Die Situation mit den vielen Nachhol-Partien ist aufgrund unseres kleinen Kaders kein Vorteil."
Reinhold Klee, der gestern im dichten Schneetreiben von seinem Büro-Fenster noch nicht Mal den Lohrheide-Platz erkennen konnte, erinnert sich trotzdem gerne an das Vorjahr: "In der Oberliga haben wir unsere tolle Aufholjagd in den englischen Wochen, die ab Frühjahr auf dem Programm standen, gestartet. Mit jedem Sieg hat man sich neuen Schwung geholt. Doch jetzt besitzen die Gegner zwangsläufig eine andere Qualität, du kannst nicht davon ausgehen, Mal eben Wuppertal, Hertha II oder Rot-Weiß Oberhausen so wegzuhauen." Immerhin stehen die Schwarz-Weißen mit einem Erfolgs-Erlebnis in den Startblöcken - Klee: "Man stelle sich nur vor, wir hätten gegen Bayer Leverkusen II verloren. So ein Negativ-Erlebnis wäre ein paar Wochen haften geblieben. Im Moment scharren alle mit den Hufen, aber du kommst einfach nicht an die Wolle." Ob sich das bis Samstag ändert? Der Sport-Chef: "Unser Platz ist schon sehr tief, weitere Niederschläge sind angekündigt. Das Münster-Match ist mega-fraglich."
Bis auf Krisztian Szollar und Dirk Caspers hat Trainer Kreß alle Mann an Bord, selbst die leicht maladen "Rino" Matarazzo sowie Mike Terranova wären gegen RWO aufgelaufen. "Aus dem Hallen-Training haben wir sie rausgelassen. Rino hatte eine Schleimbeutel-Entzündung im Knie, Mike Leisten-Probleme. Im Spiel hätte ich sie beide gebracht."
Die Münsteraner Preußen hat SG-Co-Trainer Harald Menzel beim 2:1 über Osnabrück gesehen, so dass man für den Fall der Fälle mit Infos versorgt ist. Georg Kreß: "Münster ist nicht mehr die Mannschaft, die wir in der Hinrunde 4:0 bezwungen haben. Da ist mit Hans-Werner Moors ein erfahrener, kompetenter Trainer hinzugekommen, mit Leuten wie Güvenisik, Gibson oder Brinkmann wurde die Substanz erhöht. Münster versucht alles, ob beim 100-jährigen Jubiläum nicht in der Oberliga zu sein."

Autor: tt

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