Des einen Freud, des anderen Leid. Leistung zahlt sich aus, ein Grundsatz von RWE-Coach Uwe Neuhaus, den er betont. Deshalb war es nachvollziehbar, dass ein Victor Hugo Lorenzón nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zurück in das Team rutschte.

RWE: Aufstellungs-Änderungen möglich - Leistung zahlt sich aus

og
27. Februar 2006, 20:32 Uhr

Des einen Freud, des anderen Leid. Leistung zahlt sich aus, ein Grundsatz von RWE-Coach Uwe Neuhaus, den er betont. Deshalb war es nachvollziehbar, dass ein Victor Hugo Lorenzón nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zurück in das Team rutschte.

Picture:panorama:332##Des einen Freud, des anderen Leid. Leistung zahlt sich aus, ein Grundsatz von RWE-Coach Uwe Neuhaus, den er betont. Deshalb war es nachvollziehbar, dass ein Victor Hugo Lorenzón nach abgesessener Gelb-Sperre wieder zurück in das Team rutschte. "Er lieferte in den Wochen zuvor überragende Darbietungen ab", nickt der Fußball-Lehrer. Eine ähnlich starke Vorstellung bescheinigte Neuhaus auch Michael Lorenz beim 3:2 gegen Wuppertal, der in diesen 90 Minuten den Platzhalter für den Argentinier spielte, sogar das Siegtor erzielte. Trotzdem landete der Ex-Paderborner wieder auf der Bank, kam gegen Bayer nicht zum Einsatz. "So ist das nun einmal in Profifußball", zuckt Lorenz mit den Schultern, "gegen den WSV habe ich genau das abgeliefert, was auch von mir verlangt wurde." Dass er trotzdem aus der Startelf flog, erzeugte bestimmt kein Wohlgefallen. Lorenz: "Natürlich war ich enttäuscht." Stänkern ist aber nicht das Ding des Mittelfeldakteurs. "So eine Entscheidung muss man als Akteur auch akzeptieren, sonst wäre das wenig professionell." Lorenz ehrlich: "Es führt kein Weg an der Tatsache vorbei, Victor hat in den Wochen zuvor beeindruckend agiert."
Was keinesfalls für Macchambes Younga-Mouhani gilt, der - vor der Winterpause eigentlich nachvollziehbar gesetzt - 2006 wenig entzückt. "Fehlender Rhythmus" durch nicht permanente Trainingsarbeit gibt Neuhaus zu bedenken, den aber weiterhin die Torquote pro "Mac" tendieren ließ. Die Aussetzer-Ziffer dürfte mittlerweile umstimmen. Die Nachfrage, warum nicht Lorenzon und Lorenz zusammen auflaufen würden, beantwortete Neuhaus korrekt mit dem Hinweis, "dass Michael und Mac verschiedene Rollen ausfüllen würden." Wie gesagt, stimmig, allerdings impliziert die Fragestellung auch die Option nach System-Modifikation, denn ein Festhalten an zwei offensiven Mittelfeldakteuren ist bestimmt kein Dogma: Vor allen Dingen dann nicht, wenn einer - Younga-Mouhani - nicht das zeigt, was diese taktische Marschrichtung zwingend vorschreiben sollte, die Alternative Tim Gorschlüter auch nicht überzeugend auf seinen Einsatz pocht. Wie gesagt, der Trainer entscheidet. Lorenz nickt: "Ich zeige ihm, ich bin da, er kann sich auf mich verlassen." Da weiß Neuhaus! Wenig überraschen würde auch, wenn der zuletzt auf der Tribüne schmorende Hilko Ristau für Florian Thorwart - in Bayer abseits jeder Erfolgspur - auflaufen würde.

Autor: og

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