Ein Foul-Elfmeter und ein Handstrafstoß, genau die reklamierte das RWE-Lager. Allerdings wurde weder noch zugesprochen. Peter Kunkel, RWEs Co-Trainer, ließ nicht mit sich diskutieren:

RWE: Mouhanis Anklam-Attacke: "Rassist"

og
12. Februar 2006, 17:39 Uhr

Ein Foul-Elfmeter und ein Handstrafstoß, genau die reklamierte das RWE-Lager. Allerdings wurde weder noch zugesprochen. Peter Kunkel, RWEs Co-Trainer, ließ nicht mit sich diskutieren: "Ein klarer Elfer war es auf jeden Fall, wenn es der Schiedsrichter nicht sehen konnte, der Assistent hätte es anzeigen müssen."
Der Unparteiische hieß an diesem Abend Matthias Anklam,

Ein Foul-Elfmeter und ein Handstrafstoß, genau die reklamierte das RWE-Lager. Allerdings wurde weder noch zugesprochen. Peter Kunkel, RWEs Co-Trainer, ließ nicht mit sich diskutieren: "Ein klarer Elfer war es auf jeden Fall, wenn es der Schiedsrichter nicht sehen konnte, der Assistent hätte es anzeigen müssen."
Der Unparteiische hieß an diesem Abend Matthias Anklam, der potenzielle "Handballer" war Oberhausens Marc Narewsky, das emotionalisierende Foul beging Jörg Scherbe an Arie van Lent. "Ich gebe offen zu, beides waren schwere Entscheidungen für mich", stellte sich Anklam sehr bereitwillig. In beiden Fällen überzeugte ihn der Sachverhalt nicht, auf den Punkt zu zeigen. RWEs Chef-Coach Uwe Neuhaus grimmte vor sich hin, suchte mit dem Hamburger Spielleiter kurz nach dem Schlusspfiff noch auf dem Platz das bestimmt nicht beschauliche Zwiegespräch. Neuhaus: "Narewsky zeigte keine natürliche Bewegung, als er den Ball mit der Hand spielte." Anklam ehrlich: "Der Ball war an der Hand, allerdings war der Akteur im Sprung, der Schuss kam außerdem aus kurzer Distanz."
Ein Macchambes Younga-Mouhani wurde von Neuhaus bereits in der Pause vorsichtshalber aus dem Verkehr gezogen, der gebürtige Kongolese war auch mit Anklam aneinander geraten, kassierte nach dem Halbzeitpfiff vor dem Gang in die Kabine noch auf dem Platz Gelb. "Ständige Reklamationen", bescheinigte Anklam, "alles schon während des Matches." Auf Nachfrage platzte es aus "Mac" ziemlich heraus: "Anklam ist ein Rassist, es ist doch immer so, wenn dieser Schiedsrichter ein Match pfeift, bei dem ich auflaufe." Anklam, konfrontiert mit dieser Wortwahl, weiter völlig ruhig: "Das hat er mir auch gesagt, sagen wir einmal so, ich glaube, so was in der Art verstanden zu haben. Allerdings vernahm ich es nicht genau, sonst hätte man reagieren müssen." So was nennt man wohl goldene Brücke.
Insesamt heftiger Tobak, Mouhani ist seit über einer Dekade Profi in Deutschland. Der Mittelfeldakteur: "Das war schon so, als ich noch in Burghausen spielte." Am 5. Spieltag (15.September 2002) der Saison 2002/2003 liefen sich Mouhani und Anklam beispielsweise über den Weg, Burghausen gewann 2:0 in Frankfurt, Mouhani traf und flog gelb-rot. "Wegen einer angeblichen Schwalbe", erinnert sich der 30-Jährige, "im Fernsehen sah man, es war unberechtigt." In der gleichen Saison flog Mouhani einmal auch rot beim Match in Oberhausen (0:0, 29.Spieltag, 20.April 2003), Schiri war Peter Lange. In der Runde 2004/2005 kassierte der eingewechselte Mouhani beim Match Fürth - Burghausen (1:1) von Anklam Gelb (25.Spieltag, 6.April). In dieser Spielzeit verzeichnete der Techniker auch von Babak Rafati (3.Spieltag, Dresden - Burghausen, 1:1) und Nobert Grudzinski (32.Spieltag, Burghausen - Cottbus, 1:1) Gelb. Mouhani war nach dem eiskalten Flutlicht-Match in Oberhausen noch länger richtig hitzig: "Anklam wartete nur auf mein erstes Wort, sagte, ich weiß, Du bekommst noch was." Hingewiesen darauf, dass solche Formulierungen Auswirkungen haben können, blieb Mouhani dabei: "Ich fühle das so. Ich weiß nicht, was Anklam gegen mich hat?" Der Unparteiische blieb völlig beherrscht: "Jeder konnte sicherlich sehen, ich habe auch einen deutschen Akteur verwarnt." Oberhausens Ronny Ernst.

Autor: og

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