Das kann wahrlich als Kuriosität betrachtet werden: Auch das Schicksal der Frauen-Mannschaft des VfL wird im Duell mit Borussia Mönchengladbach entschieden.

VfL Bochum

Endspiele gegen Siegen und Mönchengladbach

Desirée Kraczyk
26. Mai 2011, 15:47 Uhr

Das kann wahrlich als Kuriosität betrachtet werden: Auch das Schicksal der Frauen-Mannschaft des VfL wird im Duell mit Borussia Mönchengladbach entschieden.

Gelingt der Aufstieg in die 2. Bundesliga oder steht ein weiteres Jahr in der Regionalliga bevor? Gewissheit darüber erhalten die VfL-Mädels erst am 5. Juni.

Nach nur einem Zähler aus den letzten beiden Spielen ist das Team von Interimstrainer Thomas Reis im letzten und entscheidenden Heimspiel zum Siegen verdammt. Rund um die Castroper Straße ist somit das große Zittern ausgebrochen, auch wenn Reis betont: „Wir haben nichts zu verlieren.“ Seiner Mannschaft gab er für Mittwochabend trainingsfrei, so konnten sich die Spielerinnen im rewirpowerSTADION schon einmal von der Atmosphäre eines Endspiels überzeugen.

Vor dem Finale um die Meisterschaft steht allerdings noch die Begegnung um den Gewinn des Krombacher Pokals und damit um den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals an. Am Samstag trifft der VfL Bochum im Leimbachstadion auf den Gastgeber Sportfreunde Siegen (17 Uhr). Die Teams kennen sich bereits aus dem Regionalliga-Alltag. Die Bochumer entschieden beide Partien für sich (2:0 / 3:2).

Ursprünglich sollte an diesem Wochenende bereits der letzte Spieltag über die Bühne gehen, stattdessen wurde nun noch ein Nachholspieltag eingeschoben. Da die Bochumerinnen aber davon nicht betroffen sind, konnte man sich zumindest auf eine Verlegung des eigentlich für den 2. Juni vorgesehenen Westfalenpokalfinales einigen. „Wichtig ist, dass wir im Rhythmus bleiben“, sagt Reis – und noch einmal Selbstvertrauen – vorausgesetzt das Ergebnis stimmt – holen.

Die liegengelassenen Punkte macht der Ex-Profi an der zuletzt mangelhaften Torausbeute fest. Gegen Arminia Ibbenbüren, gegen die man Anfang Mai noch mit einem 1:0-Sieg den Einzug ins Pokalfinale perfekt machte, wurde gar noch ein Elfmeter verschossen, am Ende stand eine 0:1-Niederlage zu Buche. Im Training ist in dieser Woche aber kein Strafstoßschießen vorgesehen.

Am Donnerstagabend wird Reis seine Truppe noch einmal auf dem Platz um sich herum versammeln und am Freitagabend steht die abschließende Besprechung vor dem Finale an. Was Reis am Sonntagmittag macht, steht ebenso bereits fest. Der 37-Jährige wird sich bei der Partie Borussia Mönchengladbach gegen die DJK Arminia Ibbenbüren die letzten Infos für das Endspiel am 5. Juni holen.

Autor: Desirée Kraczyk

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