Die Zukunft in Oberhausen hat endgültig begonnen. Am Dienstag wurde der neue Aufsichtsrat gewählt.

RWO: Aufsichtsrat mit Gieske an der Spitze gewählt

cb
13. Januar 2006, 10:52 Uhr

Die Zukunft in Oberhausen hat endgültig begonnen. Am Dienstag wurde der neue Aufsichtsrat gewählt.

Die Zukunft in Oberhausen hat endgültig begonnen. Am Dienstag wurde der neue Aufsichtsrat gewählt. Am Ende gab es für den kommenden Vorsitzenden Hartmut Gieske, Michael Dahms, Kai-Uwe Großjohann, Werner Overkamp und Oberhausens Oberbürgermeister Klaus Wehling bei der Blockwahl 207 Ja-Stimmen, bei sechs Enthaltungen und drei Gegenstimmen, die von der Opposition kamen, die wenige Tage vor der Veranstaltung ihre Bewerbung zurück gezogen hatte.
Der Aufsichtsrat wird nun, wenn nicht am Mittwochabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch geschehen, den vierköpfigen Vorstand bestellen. Hier sieht die Planung wie folgt aus: Vorsitzender soll Dirk Buttler werden, der auch für die Bereiche Öffentlichkeit, Recht und Finanzen zuständig sein soll. Thomas Dietz ist für den sportlichen Bereich und die Geschäftsstelle verantwortlich, Thorsten Binder kümmert sich um die Stadionbelange und soll zudem als Bindeglied zu den Fans fungieren. Hajo Sommers wird der Bereich Event und Marketing zugeteilt. Bis der neue Vorstand beim Amtsgericht eingetragen ist, wird der aktuelle Notvorstand im Amt bleiben.
Vor der eigentlichen Wahl nahm sich Gieske Zeit, um den Mitgliedern mitzuteilen, wie es aktuell um den Verein steht. Die erste Aussage: "Auch dem alten Vorstand um Hermann Schulz möchte ich danken. Dort wurde viel gute Arbeit geleistet, auch wenn die letzten Monate nicht so verliefen, wie man sich das vorgestellt hat."
Dann kam der kaufmännische Vorstand der evo zum Ist-Zustand: "Sportlich haben wir ein Team, das zu einem verschworenen Haufen geworden ist. Mit dem Trainerduo haben wir das Beste, was ich mir vorstellen kann. Ich hoffe, wir werden die verdienten Früchte ernten." Gieske weiter: "Finanziell haben wir in den letzten Monaten rund 600.000 Euro zusätzlich an Sponsorengeldern zur Verfügung gestellt, die aber teilweise auch schon für die kommende Spielzeit sind. Zudem haben wir einiges durch die Retter-Aktion eingenommen, wobei der materielle Wert dort geringer ist als der Imagegewinn. Man spricht wieder über RWO. Und zwar positiv."
Dennoch betont der 47-Jährige vehement: "Bei uns beginnen nun keine goldenen Zeiten. Die Devise lautet: Ärmel hochkrempeln und Geduld beweisen. Denn für die laufende Saison fehlt immer noch ein Betrag in Höhe von 200.000 Euro. Wir werden Gespräche führen, mit den Banken und mit weiteren Sponsoren." Der Familienvater fügt an: "Wir benötigen definitiv eine Verbesserung der Eigenkapitalquote."
Dann schaut Gieske etwas nach vorne: "Der Lizenzantrag steht an, bis zum 1. März müssen die Unterlagen beim DFB sein. Es wird schwer, diese Hürde ohne Auflagen zu nehmen. Zudem brauchen wir zukunftsorientierte Planungen mit unseren Partnern Konvent und Ventric, am besten bis zum 31. Januar." Mit Nachdruck legt sich Gieske fest: "Mittelfristig, in drei bis fünf Jahren, muss der Sprung in die zweite Liga gelingen. Dann muss auch das Thema Stadion auf den Tisch, wo wir über eine Sanierung nachdenken müssen." Schlusswort des Aufsichtsrats-Vorsitzenden: "Wir sind ein Traditionsverein, nur merkt das keiner. Wir müssen zu dieser Tradition stehen und Beiträge leisten, dass etwas wachsen kann. Wenn ich sehe, gegen Osnabrück kommen 2200 Zuschauer, davon 300 vom VfL, dann kriege ich die Krise, da muss sich auch dringend etwas tun."

Autor: cb

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