Für den MSV Duisburg gab es in

MSV: Einzelkritik

Viele Fünfen beim 0:5

21. Mai 2011, 22:29 Uhr

Für den MSV Duisburg gab es in "Unserem Revierfinale" gegen den FC Schalke 04 nichts zu holen. Am Ende gab es eine richtig deftige 0:5-Klatsche.

Hier die Noten der Duisburger:

David Yelldell (4-): Schoss beim 0:3 einen dicken Bock, als er in „seinem“ Fünfer gegen Höwedes zu spät kam. Das Ding ging auf seine Kappe, dabei hatte er bis dato gut gehalten. Glanzparade gegen Papadopoulos, dessen Kopfball er aus dem Winkel fischte (14.). Bei den ersten beiden Gegentreffern hatte er dagegen keinerlei Abwehrchance.

Benjamin Kern (4): Scheute trotz seines doppelten Bänderrisses im Sprunggelenk keinen Zweikampf. Teilte gegen Draxler sofort aus (2.), doch dieser revanchierte sich beim 0:1. Mit einer einfachen Körpertäuschung ließ sich Kern vom Schalker Youngster vernaschen.

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Daniel Reiche (6): Komplett überfordert. Gegen Top-Mannschaften stößt er einfach an seine Grenzen. In Bochum war er schon der Unsicherheitsfaktor in der Viererkette und gegen Schalke änderte sich rein gar nichts. Wollte Kern beim 0:1 helfen, doch sein Versuch, Draxler zu stoppen, war reines Alibiverhalten. Beim 0:2 ließ er sich im Laufduell mit Huntelaar einfach abschütteln. Auch beim 0:4 war er mit in der Verlosung.

Branimir Bajic (4-): Was soll er machen, wenn Reiche schläft? Der Abwehrchef versuchte alles um seine Defensive zu ordnen, doch es half nichts. Die Abstimmung mit Bruno Soares klappt einfach besser. Stark gegen Raul (59.). Kam beim 0:5 zu spät.

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Olivier Veigneau (5): Zu Beginn hellwach, als er eine Hereingabe von Farfan in letzter Sekunde unterband. Beim 0:2 und 0:3 wurde er vom Vorbereiter dann aber überrumpelt. Wenn er sich vorne mit eingeschaltet hat, bleibt es dabei: Er muss noch an seinen Flanken arbeiten, denn die kamen nur selten an. Hatte Pech, dass sein Schussversuch aus 25 Metern abgeblockt wurde (48.).

Goran Sukalo (5): Als „Sechser“ leistete er sich in der ersten Hälfte einige Fehlpässe im Spielaufbau. Rückte nach der Auswechslung von Reiche dann in die Innenverteidigung. Dicker Patzer beim 0:5, hatte alle Zeit der Welt, den Ball weg zu schlagen, doch das Leder versprang ihm.

Sefa Yilmaz (5): War völlig perplex, als er in der 39. Minute plötzlich ganz alleine im Schalker Sechzehner stand. Hatte wohl mit einem Abseitspfiff gerechnet, doch dieser blieb aus. Yilmaz zögerte so lange, bis die Chance vertendelt war. Danach war von ihm nicht mehr viel zu sehen.

Ivica Grlic (4-): Die lebende „Legende“ war pünktlich zum Anpfiff fit. Sicherlich war er eine moralische Hilfe, doch man merkte ihm an, dass er nur unter Schmerzen spielen konnte. Ungewöhnlich viele Fehlpässe zierten sein Spiel.

Ivica Banovic (5): Seine Rückenprobleme hatte er auskuriert. Lieferte sich packende Duelle mit Papadopoulos. Pennte bei der ersten Schalker Großchance (14.), als er die linke Außenbahn nicht dicht machte. Nach dem 0:3, als das Team einen Führungsspieler brauchte, tauchte er aber ab, anstatt den jungen Spielern zu helfen.

Olcay Sahan (3-): Wenn es Entlastung gab, dann über seine linke Flanke. Er war es auch, der die erste Möglichkeit des MSV hatte, doch sein Schuss ging drüber (36.). Der künftige Kaiserslauterer wird den Zebras in der nächsten Spielzeit an allen Ecken und Enden fehlen.

Manuel Schäffler (4-): In seinem letzten Spiel für den MSV half er auch hinten aus. Klärte gut vor „Papa“ (11.). Doch vorne konnte er den Ball kaum mal erobern. Drehte Metzelder nur einmal ein, doch Neuer parierte seinen Schuss (37.). Hatte ansonsten keine Torchance.

Filip Trojan (4-): Eine undankbare Aufgabe, beim Stande von 0:4 eingewechselt zu werden. Kam für Reiche und orientierte sich sofort nach vorne. Doch auch er konnte nicht für Entlastung sorgen, weil bei ihm erst gar keine Bälle ankamen.

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