Fast drei Monate sind vergangen, seit am 3. September der alte RWO-Vorstand seinen Rücktritt erklärte. In der Folgezeit gab es viel Unruhe und jede Menge Fragezeichen, wie es mit RWO weitergehen wird.

RWO: Kleeblätter Retter, Rett-Pack, Veränderung

cb
02. Dezember 2005, 11:50 Uhr

Fast drei Monate sind vergangen, seit am 3. September der alte RWO-Vorstand seinen Rücktritt erklärte. In der Folgezeit gab es viel Unruhe und jede Menge Fragezeichen, wie es mit RWO weitergehen wird.

Fast drei Monate sind vergangen, seit am 3. September der alte RWO-Vorstand seinen Rücktritt erklärte. In der Folgezeit gab es viel Unruhe und jede Menge Fragezeichen, wie es mit RWO weitergehen wird. Am Mittwoch präsentierte nun das Arbeitsteam (Thorsten Binder, Dirk Buttler, Michael Dahms, Thomas Dietz, Hartmut Gieske, Kai-Uwe Großjohann, Werner Overkamp, Josef Schön, Hajo Sommers und Frank Terbeck) die Ergebnisse der bisher geleisteten Arbeit und einen Blick in die Zukunft.
Am 10. Januar soll ein neuer Aufsichtsrat und ein neuer Vorstand gewählt werden. Buttler stellte klar: "Zuerst ein Dankeschön an den Notvorstand, der sich in der schwierigen Zeit zur Verfügung gestellt hat. Mir wäre es am liebsten, wenn wir auch nach dem 10. Januar in der momentanen Arbeitsteam-Aufstellung weiter machen könnten. Zwischen uns passt es, daher hat sich der jetzige Kreis am Ende heraus kristallisiert. Aber die Entscheidung liegt allein in der Hand der Mitglieder, die auf der Versammlung mit ihrer Stimme entscheiden werden."
Und in der Tat wird klar, die Mischung im Arbeitsteam scheint zu stimmen. Buttler unterstreicht: "Uns geht es in der letzten Konsequenz nicht um Posten, wir wollen alle RWO helfen." Dann wurden Zahlen genannt. Und zwar von Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der evo: "Als wir vor zweieinhalb Monaten das erste Treffen mit dem Notvorstand hatten, war die Lage sehr prekär. Der Verein befand sich in einer finanziellen Schieflage, es gab Liquiditätsprobleme. Daher war es das erste Ziel, den Verein vor der Insolvenz zu retten." Was auch gelang, wie Gieske ergänzt: "Wir haben in zwei Monaten Sponsorengelder in Höhe von 500.000 Euro aufgetrieben. Die kurzfristige Situation hat sich verbessert. Damit ist die Arbeit aber nicht beendet, wir benötigen noch weitere Mittel und Sponsoren."
Gieske konkretisiert: "Der ursprüngliche Etat betrug 1,8 Millionen Euro, wir werden aber über knapp 2,2 oder 2,3 Millionen Euro verfügen müssen. Noch fehlen uns 100.000 bis 150.000 Euro." Die unter anderem in neue Spieler im Winter fließen sollen. Trainer Harry Pleß: "Und da benötige ich zwei oder drei Mann, die uns absolut verstärken. Diese Akteure müssen Persönlichkeiten sein, die in entscheidenden Momenten vorne weg gehen." Gieske nickt: Wir wollen dem Team mit neuen Leuten helfen."
Abseits des Platzes wird zudem daran gearbeitet, weitere Euros einzunehmen, zudem den Verein RWO zu verändern. Buttler: "Wir haben die Aktion Kleeblätter Retter ins Leben gerufen. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet, es wird eine Tombola `RettandWin` mit interessanten Preisen geben, zudem gibt es für die Fans Rett-Packs zu erwerben." Bestehend unter anderem aus T-Shirts, Aufklebern oder Schals. Alles ab heute erhältlich in den Preisklassen 29,90 Euro, 49,90 Euro und 99,90 Euro. Die ersten 100 Rett-Packs kaufte die evo, womit die Produktionskosten bereits gedeckt sind. Buttler: "Der Rest wird nun komplett dem Verein zu Gute kommen."
Zu den Veränderungen im Club berichtet der Ordnungsdezernent der Stadt Oberhausen: "RWO soll ein neues Image bekommen, es muss eine Perspektive zu erkennen sein. Man darf von RWO nicht nur als dem Traditionsverein sprechen, die Darstellung muss sich ändern. Zudem müssen wir die Presse- und Öffentlichkeits-Arbeit verstärken. Wir wollen für eine offensive Kommunikation stehen, auch mit unseren Fans." Buttler fügt an: "In Oberhausen muss alles auf eine größere Breite gestellt werden. Dazu gehören Fantreffen, Traditions-Teams, Eingliederung ehemaliger RWO-Spieler." Buttler beendete seine Ausführungen: "Das Ernste des Ernsten ist überstanden. Jetzt können wir nicht gemütlich, aber etwas ruhiger arbeiten." Was auch für die Fans gilt, denn es wurde klar: Für RWO sind Leute am Werk, die sich engagieren und scheinbar nicht nachlassen, bis das wankende Schiff endlich wieder in ruhigere Gewässer gelangt ist. Die benötigte Aufbruchstimmung scheint endlich da zu sein...

Autor: cb

Kommentieren