Ein Mann steht vor seinem Startdebüt in der Regionalliga. Heute (14 Uhr) in Bremen soll es für Baris Oezbek zum ersten Mal zu einer Nominierung für die erste Elf reichen.

RWE: Oezbek hofft auf Sprung ins kalte Wasser

cb
20. November 2005, 13:38 Uhr

Ein Mann steht vor seinem Startdebüt in der Regionalliga. Heute (14 Uhr) in Bremen soll es für Baris Oezbek zum ersten Mal zu einer Nominierung für die erste Elf reichen.

Ein Mann steht vor seinem Startdebüt in der Regionalliga. Heute (14 Uhr) in Bremen soll es für Baris Oezbek zum ersten Mal zu einer Nominierung für die erste Elf reichen. Bereits unter der Woche erklärte Coach Uwe Neuhaus in Bezug auf den Ersatz für den gelbgesperrten Michael Lorenz:
"Baris und Victor-Hugo Lorenzon kommen in Frage." Der 19-Jährige betont vor dem Anpfiff: "Die beiden Varianten wurden auch im Training getestet. Jetzt liegt es am Trainer, wer auflaufen darf." Wobei das Eigengewächs klar macht: "Das defensive Mittelfeld ist meine Stammposition, dort habe ich den Sprung geschafft. Am Anfang wurde ich auch auf der kompletten rechten Seite getestet, um flexibel einsetzbar zu sein." Was soweit ging, dass Oezbek auch bereits links in der Viererkette auflief. "Ich bin halt beidfüßig", berichtet der Allrounder.
Zurück zum Bremen-Match, die Vorbereitung ist sicherlich nicht alltäglich für das Talent: "Ich habe gut trainiert, bin aber nicht nervös, eher gespannt, ob ich dabei bin." Der Zusatz: "Eigentlich hatte ich schon gegen den HSV erwartet, in die Elf zu rutschen, nachdem mit Holger Wehlage, Ali Bilgin und Ferhat Kiskanc kurzfristig drei Mann ausgefallen waren. Ich hoffe, jetzt dran zu sein."
Was zum Start der Spielzeit eigentlich schon geplant war: "So habe ich es gehört", nickt Oezbek, "hätte ich mir nicht den Mittelfuß gebrochen, wäre ich bereits viel früher ein Thema für die Startelf gewesen." Jugendliche Unbekümmertheit, vielleicht genau das, was die Neuhaus-Elf in der jetzigen Phase braucht. "Gut möglich", bestätigt der Kicker, "es kann helfen, einen jungen Spieler einfach ins kalte Wasser zu werfen. Es gab schon viele Beispiele, wo das geklappt hat. Zuletzt Dennis Epstein aus Köln, der bei den Profis rein kam und gleich getroffen hat."
Noch ist unklar, wie sich Neuhaus entscheidet, aber eins steht fest, wie Oezbek unterstreicht: "Ich bin richtig heiß. Jeder weiß, wir dürfen uns nicht mehr viel erlauben, der Sieg in Bremen muss her. Und das klappt, wir haben eine klasse Stimmung im Team und sind ein anderes Kaliber als Wattenscheid", spielt der Youngster auf die Klatsche der SGW gegen Werder vor einer Woche an.

Autor: cb

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