Prof. Dr. Rüdiger Knaup erteilt Spekulationen, wonach die SG Wattenscheid in sämtliche Einzelteile zerfällt und das große Spieler-Wechseln beginnt, eine deutliche Absage.

Wattenscheid: Beratungen über Spar-Konzept

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19. November 2005, 11:40 Uhr

Prof. Dr. Rüdiger Knaup erteilt Spekulationen, wonach die SG Wattenscheid in sämtliche Einzelteile zerfällt und das große Spieler-Wechseln beginnt, eine deutliche Absage.

Prof. Dr. Rüdiger Knaup erteilt Spekulationen, wonach die SG Wattenscheid in sämtliche Einzelteile zerfällt und das große Spieler-Wechseln beginnt, eine deutliche Absage. "Ein Ausverkauf ist hier an der Lohrheide nicht beabsichtigt. Wir haben momentan ein reines Liquiditäts-Problem, allerdings keinerlei Bank-Verbindlichkeiten. Unsere Bilanz ist ausgeglichen. Wir stehen in Gesprächen mit Kredit-Instituten, arbeiten mit klarem Verstand und werden der Mannschaft Lösungen präsentieren, sobald wir entsprechende Rückmeldungen bekommen haben."
Der erste Vorsitzende erläutert: "Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie man den entstandenen Engpass überbrücken kann. Unser Maßnahmen-Paket muss nur noch verabschiedet werden. Es ist nicht meine Absicht, den Kader zu einem dauerhaften Gehalts-Verzicht zu bewegen."

Morgen, Freitag, tagen Vorstand und Aufsichtsrat. "Da beraten wir über ein Spar-Konzept", lässt der Jurist durchblicken, "ich bin nicht blauäugig, aber durchaus zuversichtlich. Es bedarf allerdings der Hilfe unserer Partner, um aus dieser Situation herauszukommen." Gerne wird in diesem Zusammenhand die Wort-Konstellation "enger zusammenrücken" angewandt.

Nach dem 0:4-Abschuss gegen Werder Bremen II sieht Prof. Dr. Knaup noch nicht die

Vorboten eines Tiefschlags auf sich und den Verein zu kommen. "Die finanziellen Schwierigkeiten als Erklärung für die Niederlage anzuführen, ist mir ehrlich gesagt zu billig", erklärt er. Der Funktionär: "Unsere Mannschaft muss sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, dass sie gegen Werder nicht alles versucht hat. Das wäre eine Kurzschluss-Betrachtung. Beim 2:0 in Hamburg, als die Jungs bereits über die Lage informiert waren, haben wir uns erstklassig präsentiert."

Reinhold Klee, der ebenso wie das Spieler-Gros und Trainer Georg Kreß von der 50-Prozent-Kürzung betroffen ist, ballt die Faust. "Ich bin guter Hoffnung, dass wir sportlich und finanziell durchkommen. Ich bin als Spieler ein Kämpfer gewesen, das lebe ich jetzt auch als Sportlicher Leiter vor. Ich muss voran gehen, kann hier nicht den Kopf hängen lassen. Das wäre nach außen das falsche Signal."

Das Lohrheide-Urgestein glaubt weiter fest an den Zusammenhalt der Truppe. "Die Finanz-Situation ist bei uns kein Dauer-Thema, man merkt es bei der täglichen Arbeit gar nicht. Die Spieler konzentrieren sich weiter auf den Fußball. Es kann nur darum gehen, sportlich wieder in die Spur zu kommen. Das ist uns nach einem 1:5 gegen Hertha BSC gelungen, ich traue den Jungs es auch diesmal zu."

Mit den Duellen in Erfurt und zuhause gegen Emden treffen die 09er auf zwei Kontrahenten ihrer Kragenweite. Klee: "Ich hatte bis zum Hinrunden-Ende mit 23 Zählern spekuliert, wir haben jetzt 18 Punkte. Ich traue uns auswärts, wo wir bisher erfolgreicher aufgetreten sind, etwas zu. Erfurt hat nach dem Zweitliga-Abstieg viele Leute verloren, dass sie nicht oben mitspielen, ist für mich keine Überraschung." Klee sieht sich in seiner Liga-Einschätung bestätigt: "Ich habe immer betont, dass es reichlich Teams gibt, die auf Augenhöhe liegen. Von Platz acht bis 19 kämpft alles gegen den Abstieg. Wir befinden uns sportlich in einer Ausgangs-Lage, die keineswegs ungewöhnlich ist." Nur die Begleitumstände waren nicht so eingeplant...tt

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