Seit dem Liga-Showdown in Bochum herrscht im Zebrastall Unruhe. Die Nervosität steigt. Nur noch zwei Tage, dann heißt es in Berlin: Duisburg gegen Schalke.

Sahans Ablenkung

Ein gutes Omen für den MSV

21. Mai 2011, 08:27 Uhr

Seit dem Liga-Showdown in Bochum herrscht im Zebrastall Unruhe. Die Nervosität steigt. Nur noch zwei Tage, dann heißt es in Berlin: Duisburg gegen Schalke.

Im Revierfinale sind die Rollen klar verteilt. Der Champions League-Halbfinalist ist der Topfavorit und der MSV nicht nur wegen der Verletzungsseuche Außenseiter. „Ein Spieler ist bei Schalke so teuer wie unsere gesamte Mannschaft“, sieht auch Olcay Sahan ein klares Kräfteverhältnis. „Aber der Etat spielt in einem Match keine Rolle.“

Seine äußere Gelassenheit kann seine innere Anspannung mittlerweile aber nicht mehr übertünchen. „Das Lampenfieber wächst stündlich“, gibt der 23-Jährige zu. „Vorallem am Freitag und Samstag, wenn wir in der Hauptstadt sind, wird sich die Ungeduld auf das Highlight noch erhöhen.“ Um Ruhe zu finden, wird sich der türkische A2-Nationalspieler im Hotelzimmer mit seinem iPad ablenken. „Die einen spielen Playstation, aber ich surfe lieber im Internet“, erzählt Sahan, wie er die letzten Stunden verbringen wird.

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Im weltweiten Netz kann er sich dann ja auch noch mal anschauen, wie die Schalker Defensive zu knacken ist. Denn trotz der klaren Rollenverteilung rechnet sich der zukünftige Kaiserslauterer im Finale durchaus Chancen aus. „Wir haben vor den Pokalduellen gegen Köln, Kaiserslautern und Cottbus unsere Meisterschaftsspiele nicht gewonnen, haben danach im Cup aber überzeugt. In Bochum haben wir ebenfalls verloren, also ist das ein gutes Omen für einen Sieg.“

Sahan beziffert die Chance mit 50 Prozent: „Schalke steht viel mehr unter Druck. Die MÜSSEN in die Europa-League. Wir haben sowieso eine sensationelle Saison gespielt und wollen jetzt nur noch Spaß haben. Und in einem Match ist immer alles möglich.“ Diese Leichtigkeit könnte sich zu Gunsten des Underdogs auswirken. Bis dahin wird im Zebrastall aber noch euphorische Unruhe herrschen.

[b]Wie Ivica Banovic seine Chancen einschätzt, im Finale dabei zu sein, lesen Sie auf der zweiten Seite.[/b]

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