Führungsspieler Karsten Baumann äußert sich zur aktuellen Lage der 
SG Wattenscheid 09.

Nachgefragt: Karsten Baumann

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15. November 2005, 10:40 Uhr

Führungsspieler Karsten Baumann äußert sich zur aktuellen Lage der
SG Wattenscheid 09. "Wir wollen uns auf das Sportliche konzentrieren !"

Karsten Baumann, die SG Wattenscheid ist in eine schwierige Finanz-Lage hineingeschlittert. Hat die deutliche Abfuhr gegen Bremen damit zu tun?

Nein, das hat mit der Niederlage absolut nichts zu tun. Wir wussten vom Sachverhalt auch schon vor dem Spiel bei HSV II, haben dort eine gute Leistung gezeigt und 2:0 gewonnen.

Wie reagiert die Truppe auf die 50-prozentige Gehalts-Kürzung?

Wir werden uns als Mannschaft von der Vereinigung der Vertrags-Fußballer vertreten lassen. Einfach aus dem Grund, dass wir die Köpfe frei haben und uns auf das rein Sportliche konzentrieren können. Ich sage ganz klar: Keiner von uns ist daran interessiert, dass der Verein hier den Bach runtergeht.

Kennen Sie so eine Situation aus Ihrer Zeit bei anderen Clubs?

Ja, ich habe es im kleinen Maße Mal bei Viktoria Köln erlebt.

Themawechsel: Ihr ehemaliger Kölner Mitspieler und Wuppertaler Trainer Uwe Fuchs haute Sie in der Öffentlichkeit in die Pfanne, meinte, Karsten Baumann hätte in der letzten Saison von zehn Toren fünf auf seine Kappe nehmen müssen.

Ich habe das auch gelesen und mir die Kritik von ihm zu Herzen genommen. Ich werde weiter an mir arbeiten. Es hat ja absolut Gewicht, wenn jemand mit so vielen Erfolgen als Trainer und Aktiver mein Spiel analysiert.

Wie bewerten Sie die Lage am Zoo?

Ich glaube, dass der Trainer dort ein bisschen die Orientierung verloren hat und die Mannschaft einfach nur das umsetzt, was er will. Ich kann verstehen, dass Uwe Fuchs von seinen Unzulänglichkeiten ablenken will und glaube, das ist normal für jemanden, dem das Wasser bis zum Hals steht. Ich wünsche der Mannschaft, den Fans und dem Verein viel Glück. Das werden sie brauchen, so lange Uwe Fuchs dort Trainer ist.

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