Ein altes Gesicht soll dem RWO-Sturm neuen Glanz verleihen. Am Dienstag wurde Nassirou Ouro-Akpo verpflichtet,

RWO: Ouro-Akpo wieder da, Auge auf Ollhoff

cb
04. November 2005, 11:24 Uhr

Ein altes Gesicht soll dem RWO-Sturm neuen Glanz verleihen. Am Dienstag wurde Nassirou Ouro-Akpo verpflichtet, "für drei Jahre", wie Notvorstands-Mitglied Frank Steinebach verkündete.

Ein altes Gesicht soll dem RWO-Sturm neuen Glanz verleihen. Am Dienstag wurde Nassirou Ouro-Akpo verpflichtet, "für drei Jahre", wie Notvorstands-Mitglied Frank Steinebach verkündete.
Auf den ersten Blick sicherlich überraschend, konnte sich der Togolese doch in seiner ersten Zeit in Oberhausen im Profibereich nicht durchsetzen, lediglich in der Verbandsliga durfte der Angreifer regelmäßig jubeln. "Ich habe aber auch keine echten Chancen bekommen", betont der Nationalspieler.
Jetzt soll es im zweiten Anlauf besser werden, die letzten Monate hielt sich der frisch gebackene Vater (Sohn Rashad wurde vor elf Wochen geboren) beim Turnerbund Oberhausen fit, daher die Ansage: "Ich kann noch nicht bei 100 Prozent sein." Coach Harry Pleß zu der Personalie: "Wir mussten im Sturm etwas machen, ich konnte nie nachlegen, wenn ein Mario Schwarz mal platt war." Jetzt kann er es. Und Ouro-Akpo ist fast gezwungen, sein Können zu demonstrieren, denn er hat ein großes Ziel vor Augen: "Ich will bei der WM für Togo auflaufen, dafür muss ich aber im Verein spielen. Ich hoffe, ich werde das schaffen."
Steinebach zur Verpflichtung Ouro-Akpos, der von Sponsoren finanziert wurde: "Das Team hat ihn gut aufgenommen, für mich ist ganz wichtig, dass neue Akteure auch charakterlich passen. Und ich vertraue der Elf und dem Trainer, die die Einschätzung vertreten, er passt in das Gesamtgefüge." Was aktuell nicht auf Björn Arens zutrifft, der weiterhin mit den "Kleeblättern" trainiert. "Aber eine Verpflichtung ist momentan nicht angedacht", erklärt der Rechtsanwalt, der bezüglich weiterer Verstärkungen betont: "Die Verletzten kommen langsam zurück, daher müssen wir erst mal genau schauen, wo wir eventuell noch nachbessern müssen."
Bedarf gibt es sicherlich, auch weiter im Offensivbereich, wo bereits seit längerem ein Auge auf Hoffenheims Thomas Ollhoff geworfen wurde. Der 30-Jährige ist ab dem 1. Januar 2006 für andere Vereine spielberechtigt, da er in der laufenden Spielzeit bereits vier Matches für die HSG absolvierte. In der Regionalliga-Vita Ollhoffs stehen mittlerweile 126 Einsätze und 45 Treffer.
Ein Deal, der aber nur möglich wäre, wenn das Thema Finanzen geordnet ist. Am Dienstag stand ein Treffen von Steinebach und dem Boss der Wentric AG am Düsseldorfer Flughafen an, um zu klären, wie und in welchem Maße die kurzfristigen 250.000 Euro und die langfristigen knapp 1,5 Millionen Euro zurück gezahlt werden können.
Der Jurist berichtet: "Es waren angenehme Gespräche. Die Wentric AG will nichts unternehmen, um unsere Situation zu verschlechtern. Wir werden uns wohl auf Ratenzahlungen verständigen, ich werde in der nächsten Woche ein Angebot unterbreiten. Vorher müssen noch einige Unterlagen gesichtet werden, zudem muss ich mich mit Klaus-Peter Lang besprechen. Es muss sicher gestellt sein, dass wir Raten bekommen, die auch langfristig von uns aufgebracht werden können."
Vielleicht auch mit einem Transfer-Erlös aus einem Moustapha Salifou-Deal. Der Togolese, dessen Rechte bei RWO liegen, wird sich im kommenden Sommer auf der WM-Bühne präsentieren können. Steinebach: "Adrian Aliaj ist bei Stade Brest wie eine Bombe eingeschlagen, Moustapha wurde zuletzt nur eingewechselt. Abwarten, was da vielleicht noch kommt."

Autor: cb

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