Es wird brennen! Ganz klar, die 90 Minuten gegen den VfL Osnabrück, die am Samstag, 1.Oktober ab 14 Uhr im Georg Melches-Stadion als Drehbuch anstehen, können zum Meilenstein für die weitere Saisonplanung werden: Für beide Clubs.

RWE: Neuhaus: "Rücken zur Wand ist zu hoch"

og
30. September 2005, 16:51 Uhr

Es wird brennen! Ganz klar, die 90 Minuten gegen den VfL Osnabrück, die am Samstag, 1.Oktober ab 14 Uhr im Georg Melches-Stadion als Drehbuch anstehen, können zum Meilenstein für die weitere Saisonplanung werden: Für beide Clubs.

Es wird brennen! Ganz klar, die 90 Minuten gegen den VfL Osnabrück, die am Samstag, 1.Oktober ab 14 Uhr im Georg Melches-Stadion als Drehbuch anstehen, können zum Meilenstein für die weitere Saisonplanung werden: Für beide Clubs. Den Aufstiegslorbeer wollen sich beide Vereine nach der Saison auf das Haupt setzen, dementsprechend ist der Druck in beiden Lagern auch ungemein hoch. Insbesondere für RWE, nach der 1:3-Schlappe in Kiel tingelt die Truppe von Coach Uwe Neuhaus der Spitzenmusik der Lübecker und Holsteiner vier bzw. drei Punkte hinterher. Dazu kommt, die Störche und Marzipanstädter habe ein Match weniger auf dem Buckel. Fakt: Handlungsbedarf, es kann nur ein Sieg gegen den VfL akzeptiert werden. Das weiß auch Neuhaus. Grund genug, sich wieder mit dem Ex-Dortmunder zu unterhalten.

Trainer Uwe Neuhaus, die Akteure Ronny Nikol, Tim Gorschlüter, André Maczkowiak fallen aus, auch Ali Bilgin wackelt.
Warten wir die Entwicklung bei Ali ab, wenn er sein O.K. gibt, steht mir das gleiche Personal wie in Kiel zur Verfügung.

Osnabrück ist eine hart Nuss, oder?
Wohl richtig, es wird sich am Samstag zeigen, wer den besseren Lauf hat. Wir haben nach drei Siegen hintereinander in Kiel verloren, Osnabrück hatte vorab dreimal nicht gewonnen, siegte dafür jetzt gegen Wattenscheid.

Für wen spricht diese statistische Aufarbeitung?
Wir haben unsere gesteigerte spielerische Komponente gezeigt, der Siegeswille ist auch da, wir wollen ein Rezept gegen den VfL finden. Der Gast wird starkes Engagement zeigen, dürfte noch mehr mit dem Rücken zur Wand stehen als wir.

Ist es richtig, stehen Sie mit dem Rücken zur Wand?
Vielleicht habe ich mit falsch ausgedrückt? Letztendlich kann den Druck natürlich keiner wegdiskutieren, so was wird auch von den Medien aufgebaut.

Ja? RWE hat bereits drei Niederlagen auf dem Konto, die werden dokumentiert. In der letzten Aufstiegsspielzeit waren es sechs.
Klar ist, wir sollten uns nicht noch mehr Ausrutscher leisten. Die Tabelle kann man lesen. Das sind Erwartungen, denen sich meine Mannschaft auch stellen muss.

Haben Sie den VfL vorher selbst gesehen?
Zweimal an der Bremer Brücke, leider nicht auswärts. Bekannt war der VfL als starke Auswärtsmannschaft, die mit einer gut organisierten Defensive antritt. Allerdings ist die Truppe immer auch anfällig, das müssen wir ausnutzen.

Was muss sich im Vergleich zu Kiel ändern?
Ein deutlicher Kritikpunkt war die Chancenverwertung. In Kiel haben wir letztendlich doch dominiert, nur den Sack nicht zugemacht. Wir haben im Training intensiv daran gearbeitet, immer wieder verschiedene Situation einstudiert.

Thorsten Horz spielte am vergangenen Sonntag in der Landesliga, Lennart Lynge Larsen erkrankte vorher. Wie ist bei diesen Kandidaten der Stand?
Mit den ehemaligen A-Junioren ist ein ständiger Einsatz unten abgesprochen, das funktioniert auch überzeugend. Bei den anderen Jungs ist das immer so eine Sache, mit Asche kommt nicht jeder vom Kopf her klar. Dann ist es immer fraglich, ob es etwas bringt. Ich hatte vorher mit Thorsten gesprochen, er hinterließ im Training
keinen guten Eindruck, hat aber genau das letzte Match...

...das gegen TuS Helene mit 0:4 den Bach runter ging...
für sich genutzt. Er geht in die richtige Richtung, das waren 90 Minuten Praxis, wenn man die in den Beinen hat, ist das immer ein Vorteil. Wie gesagt, warten wir ab, was mit Ali ist...

Holger Wehlage kassierte seine vierte Gelbe Karte: Motzerei!
Sicherlich überflüssig, dementsprechend gibt es auch eine Strafe, die den Spieler ärgert. Andererseits zeigt dieses Verhalten auch, dass Holger nicht alles egal ist, dass er etwas ändern will. Jeder, der einmal Fußball gespielt hat, wird das verstehen können. Allerdings nähert man sich der Sperre, es ist also dem Team gegenüber schwer darstellbar.

Als wie brisant stufen Sie das Match gegen den VfL ein?
Wie gesagt, meine vorherige Formulierung...

..."mit dem Rücken zur Wand"...
war zu hoch gegriffen, allerdings sind die Ansprüche enorm. Mit der Niederlage in Kiel ist meine Auswahl aber gut umgegangen.

Halten Sie Osnabrück für ein Spitzenteam dieser Klasse?
Ich würde das schon behaupten, Coach Pele Wollitz wird dem Gegner schon die richtige Richtung vorgeben.

Lübeck, Hertha II, Kiel gingen in die Hose - alles Spitzenteams, gegen die es nicht reichte.
Und Jena? Das war für mich auch ein Gegner, der die gleiche Einordnung verdient. Aber das liegt im Auge des Betrachters. Jena hat die identische Substanz, konnte sie nur nicht zeigen, wir das nicht zuließen.

Alex Löbe agierte in Kiel 90 Minuten, traf endlich.
Schon vor der Partie merkten wir, er kommt wieder, deshalb lief er auch auf. Die komplette Spielzeit tat ihm sichtlich gut, er tastete sich ein weiteres Stückchen an seine Topform heran, gerade durch den Treffer wird er sich zusätzliches Selbstvertrauen geholt haben.

Autor: og

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