Schönes Wochenende. Nach fünfeinhalbstündiger Anreise erging es dem FC Rot-Weiß Erfurt auf der Rückfahrt gen Thüringen nicht besser. Im Anschluss an das 0:1 bei RW Oberhausen klebte der Team-Bus des Ex-Zweitligisten schon ein paar Kilometer weiter in Essen-Altenessen im Baustellen-Stau.

RW ERFURT - Druck steigt gegen WSV Borussia

tt
19. September 2005, 09:37 Uhr

Schönes Wochenende. Nach fünfeinhalbstündiger Anreise erging es dem FC Rot-Weiß Erfurt auf der Rückfahrt gen Thüringen nicht besser. Im Anschluss an das 0:1 bei RW Oberhausen klebte der Team-Bus des Ex-Zweitligisten schon ein paar Kilometer weiter in Essen-Altenessen im Baustellen-Stau.

Schönes Wochenende. Nach fünfeinhalbstündiger Anreise erging es dem FC Rot-Weiß Erfurt auf der Rückfahrt gen Thüringen nicht besser. Im Anschluss an das 0:1 bei RW Oberhausen klebte der Team-Bus des Ex-Zweitligisten schon ein paar Kilometer weiter in Essen-Altenessen im Baustellen-Stau. "Ganz toll", meinte Torwart Michael Ratajczak, "die ganze Gurkerei zurück mit einer Niederlage im Gepäck."

Und die zählte auch noch zur Kategorie völlig unnötig. Ratajczak: "Oberhausen hat zwei Mal auf unser Tor geschossen, ein Ding war drin, ein weiteres habe ich nach der Halbzeit an den Pfosten gelenkt, danach gab es noch eine Eins-gegen-Eins-Situation. Zur Pause hätte ich mein Trikot unserem Zeugwart unverschwitzt zurückgeben können, so wenig hatte ich zu tun."

Was den Keeper wurmte: "Wir haben ungefähr unser zwölftes Gegentor nach einer Standard-Situation geschluckt, obwohl wir die ganze Woche gesagt und darauf hingearbeitet haben, enger bei den Leuten zu stehen. Wir haben das alles extra trainiert, es hat nichts gebracht. Da können wir zukünftig auch zuhause bleiben und lieber eine Tasse Kaffee trinken."

Am Mittwoch Abend steigt für die auswärts völlig harmlosen Erfurter (vier Spiele, null Punkte) das Match gegen Wuppertal. "Die Borussen treten auf fremdem Platz gefährlicher auf als daheim am Zoo, wir müssen aufpassen", weiß "Ratta", "aber es nutzt alles nichts, wir müssen voll auf Sieg spielen."

Ilia Gruev, ehemals beim MSV Duisburg und KFC Uerdingen unter Vertrag, stellt fest: "Wir sind eine junge, ambitionierte Mannschaft. Es kann nicht unser Ziel sein, um Platz zwölf oder 14 mitzuspielen, da sollte schon mehr herausspringen." Der Mittelfeld-Stratege ballt die Faust: "Wir haben gute Leute und Qualität, wenn wir unsere Leistung abrufen, ist es schwer, uns zu schlagen." Oberhausen war das egal, mit wenigen Chancen kamen die "Kleeblätter" zum ersten Saison-Dreier. "Meine Mannschaft hat gekämpft und alles versucht, ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, zumal Oberhausens Tor aus einer Abseits-Position resultierte." Ilia Gruev fassungslos: "Du kontrollierst im Grunde das ganze Spiel, hast sechs Super-Chancen, kassierst ein Standard-Ding und verlierst." Willkommen in der Regionalliga Nord.

Autor: tt

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