Georg Kreß grübelt. Durch die Gelb-Sperre von

SGW: Das Interessante an Kai Koitka

tt
10. September 2005, 12:03 Uhr

Georg Kreß grübelt. Durch die Gelb-Sperre von "Rino" Matarazzo muss die wichtige Position im defensiven Mittelfeld neu besetzt werden.

Georg Kreß grübelt. Durch die Gelb-Sperre von "Rino" Matarazzo muss die wichtige Position im defensiven Mittelfeld neu besetzt werden. Kandidaten hierfür: Arthur Matlik, der diesen Part zweifellos ausfüllen kann, dann aber auf der rechten Manndecker-Position fehlen würde.

Andere Möglichkeit: Tom Schikora, der Mann aus Cottbus, könnte seine Premiere in der Start-Elf feiern. Kreß: "Tom hat in der zweiten Mannschaft beim 5:1 über Hordel eine solide Leistung abgerufen." Sollte sich der Fußball-Lehrer für das Vorziehen von Arthur Matlik entscheiden, könnte die frei gewordene Verteidiger-Stelle von Michael Jost übernommen werden. Kreß: "Noch haben wir etwas Zeit bis zum Chemnitz-Spiel."
Das 4:0 in Münster hat das Selbstvertrauen beim Team kräftig aufgepumpt. Georg Kreß fand durch die ausgezeichnete Vorstellung die Bestätigung für seine Marsch-Richtung im Anschluss an die Hertha-Packung. "Ich habe mich noch am Abend nach dem 1:5 hingesetzt und überlegt, woran es gelegen hat. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Mannschaft platt war und habe dann überlegt, was ich wohl nach so einem Ergebnis als Spieler erwarten würde." Die Antwort: "Ich hätte gedacht, da kommt einer und reißt mir den Kopf ab." Doch Kreß tat genau das Gegenteil, vermittelte Spaß, führte Einzelgespräche.

Mit Kai Koitka brachte er etwas überraschend eine offensive Variante, der Ex-Hordeler überzeugte. "Er hat mein Vertrauen bestätigt, muss jetzt aber seinen Level halten. Es wird interessant, zu beobachten, ob das klappt."

Punktemäßig sieht Kreß seine Truppe im Soll. "Wenn man überlegt, dass Essen drei Punkte mehr hat als wir, sieht es gar nicht so schlecht aus. Die Tabelle hat allmählich schon Aussagekraft." Allerdings sieht der Fußball-Lehrer nicht nur die SG 09, sondern blickt auch in die Nachbarschaft. Und zwar auf RW Essen, wo es nach dem 0:1 in Berlin Fan-Unmutsäußerungen gab. "Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mich langsam ankotzt", zeigt sich Kreß fuchsig, "dass es sofort bei einer drohenden Niederlage Rufe gibt: Wir wollen euch kämpfen sehen. Du darfst ja heute im Grunde gar kein Spiel mehr verlieren." Im Nachsatz bricht Kreß eine Lanze für RWE-Coach Uwe Neuhaus: "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Uwe bei Rot-Weiss gute Arbeit leistet."

Autor: tt

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