Medizinische Reisepässe - genau die wurden von Vereinsarzt Dr. Jan Becker gestempelt. Mittelfeldspieler Thorsten Horz, der wegen eines grippalen Infekts bei den letzten beiden RWE-Spielen beim WSV Borussia (0:0) und gegen Bayer Leverkusen II (1:0) nicht zum Kader zählte, stieg am Dienstag wieder voll in das Mannschaftstraining ein, musste aber kräftetechnisch ziemlich aufholen.

RWE: Löbe mit dem Münster-Ziel / Defensiv-Optionen

og
03. September 2005, 15:02 Uhr

Medizinische Reisepässe - genau die wurden von Vereinsarzt Dr. Jan Becker gestempelt. Mittelfeldspieler Thorsten Horz, der wegen eines grippalen Infekts bei den letzten beiden RWE-Spielen beim WSV Borussia (0:0) und gegen Bayer Leverkusen II (1:0) nicht zum Kader zählte, stieg am Dienstag wieder voll in das Mannschaftstraining ein, musste aber kräftetechnisch ziemlich aufholen.

Medizinische Reisepässe - genau die wurden von Vereinsarzt Dr. Jan Becker gestempelt. Mittelfeldspieler Thorsten Horz, der wegen eines grippalen Infekts bei den letzten beiden RWE-Spielen beim WSV Borussia (0:0) und gegen Bayer Leverkusen II (1:0) nicht zum Kader zählte, stieg am Dienstag wieder voll in das Mannschaftstraining ein, musste aber kräftetechnisch ziemlich aufholen. Prompt kam der Rückschlag. Verteidiger Michael Bemben klagte nach dem Heimsieg gegen Leverkusen über Probleme mit dem kleinen Zeh.
Insgesamt ist Coach Uwe Neuhaus mit der medizinischen Entwicklung zufrieden: "Das Lazarett hat sich gelichtet." Auch Ronny Nikol trainierte nach Auskurierung seines Faserrisses bereits mit dem Team. Neuhaus: "Er hat keine Probleme mehr und ist wichtig für das Team." So das es - wenn es so bleibt - keine gewagte Prognose ist, dass die linke Außenbahn der Viererkette wieder durch den Ex-Unioner eingenommen wird. "Ein Stabilisator", nickt Neuhaus ab. Konsequenz: Ferhat Kiskanc wird wieder frei für die offensivere Variante. "Noch ist nichts perfekt, aber ich denke schon, dass das so hinhaut", grübelt Neuhaus.
Mit Alex Löbe rechnet Neuhaus noch nicht gegen die Hertha-Zweitvertretung als erste Wahl. "Das Ziel heißt wohl eher Münster." Die Preußen kommen zum Klassiker am Samstag, 10.September ab 14 Uhr ins Georg Melches-Stadion. Löbe absolviert seine speziell für ihn modifizierten Schichten. Praxisminuten beim ARAG-Pokalmatch am kommenden Dienstag in Neuss bieten sich an. Genau wie für Tim Gorschlüter, der am vergangenen Wochenende bei der Landesligaelf auflief. "Auch auf eigenen Wunsch", erklärt Neuhaus, "jetzt hat er ein Spiel absolviert, die Praxis tut ihm gut." Hört sich alles nicht danach an, dass der Ex-Ahlener in den Neuhaus-Augen eine echte Alternative für Sonntag darstellt. Kritisierte Akteure gab es genug, Stijn Haeldermans, Michael Bemben, Ali Bilgin, Victor-Hugo Lorenzón. "Es war doch so, dass das Team komplett nicht gut aussah", erklärt Neuhaus, der für sich zweifellos einen André Maczkowiak aus dieser Theorie ausklammern muss (vgl. Zusatzstory). Neuhaus wird explizit: "Symptomatisch war doch das Luftloch, das Stijn schlug, so was passiert einem Akteur wie ihm sonst nicht." In der Defensive wechselte Neuhaus bereits einmal nach durchwachsenen Darbietungen eines Florian Thorwart. Gut möglich, dass der Ex-Lübecker jetzt wieder durchstartet. Ein Gedanke, den Hilko Ristau sicherlich auch in sich trägt, allerdings aus privaten Gründen auch nicht dabei ist.

Autor: og

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