Die Testspiele der Fortuna machen bereits Appetit auf mehr. Zwar betont man immer wieder, was zählt, ist der erste  Spieltag.

DÜSSELDORF: „Gerne vorne noch etwas machen“

cb
22. Juli 2005, 11:03 Uhr

Die Testspiele der Fortuna machen bereits Appetit auf mehr. Zwar betont man immer wieder, was zählt, ist der erste Spieltag.

Die Testspiele der Fortuna machen bereits Appetit auf mehr. Zwar betont man immer wieder, was zählt, ist der erste Spieltag. Dennoch konnte man besonders in den Testpartien gegen Gegner aus der Regionalliga Süd erkennen, das es in der Truppe zu passen scheint.
Besonders im Mittelfeld, von dem in der kommenden Spielzeit einiges erwartet wird. Tim Kruse erklärte bereits: Wir werden spielerisch sicherlich stärker sein.“ Was auch ein Verdienst von Neuzugang Guiseppe Canale sein soll, der aus Bocholt in die Landeshauptstadt wechselte. „Und bis jetzt kann ich über diesen Schritt nicht meckern“, erklärt der ehemalige Ahlener, „ich habe es vermisst, so professionell zu arbeiten, zwei Mal am Tag zu trainieren. Bei allem Respekt vor der Oberliga, aber ich bin froh, wieder höherklassig spielen zu dürfen.“ Und das in einem Team, wo bei der vorsaisonalen Shoppingtour besonders auf die Charaktere geachtet wurde. Canale: „Der Spaßfaktor bei uns ist sehr hoch. Man konnte sich schnell und problemlos in die Truppe einleben.“
Der Beweis: „Wir haben uns am letzten Sonntag mit den Familien und dem Vorstand zum Grillen getroffen. Jeder konnte erkennen, hier wächst etwas heran“, berichtet der 28-Jährige mit strahlenden Augen. Nach den ersten Eindrücken gab es auch von Coach Uwe Weidemann ein Lob für den Kreativkicker. „Er hängt sich richtig rein. Wie bei allen Neuzugängen gilt, es wird nicht gemoppert, auch wenn es in der Vorbereitung mal hart wird. Klar ist auch, ich erwarte in der Saison einiges von dem Jungen.“ Aber nur, weil der Coach weiß, was in der „Zaubermaus“, die sich in den ersten Tests bereist bestens mit dem neuen Fortuna-Hoffnungsträger Jörg Albertz verstand, steckt. „Das wurde gegen die kleinen Teams etwas hochgejubelt“, wiegelt der Belgier ab, „wir harmonieren gut zusammen, aber wir schaffen hier nichts alleine.“ Dennoch ist der Draht zu „Hammer-Ali“ vorhanden: „Wir wohnen nicht weit voneinander, werden in der Zukunft auch gemeinsam zum Training fahren. Man hat das Gefühl, wir kennen uns schon viel länger.“
Canale fühlt sich ich in Düsseldorf sichtlich wohl, wobei der Ex-Gütersloher zu bedenken gibt: „Ich war ein Jahr raus aus dem Regionalliga-Rhythmus. Am Premieren-Tag der Vorbereitung habe ich zum ersten Mal nach meiner Verletzung wieder die Fußballschuhe angezogen. Da habe ich gemerkt, ich muss mehr als die anderen machen, um mich wieder an die Liga zu gewöhnen.“ Bedeutet: Extraeinheiten, viel Pflege, alles für den Erfolg. Canale: „Hier geht es professionell zu, also müssen wir uns dementsprechend verhalten. Wenn ich nur sehe, wie viele Fans zu den Freundschaftsspielen kommen, kriege ich eine Gänsehaut.“
Die es auch am kommenden Freitag geben wird, wenn der Ligastartschuss ertönt. Und das direkt mit dem Arena-Knaller gegen den VfL Osnabrück: „Da freuen wir uns alle unheimlich drauf“, kann es der Techniker kaum erwarten, „der VfL war zuletzt bereits ganz oben dabei, daher sind wir nicht der Favorit, auch wenn wir zum Start zuhause direkt den ersten Sieg einfahren wollen“ Und das in Bestbesetzung, wie Canale feststellt. „Die letzten Wochen wurde alles klasse dosiert, auch dafür ein Lob. Wir haben keine Muskelverletzungen zu beklagen.“ Bedeutet: Auch im Sturm sind alle Mann an Bord, besonders im Angriffsbereich soll der Hebel angesetzt werden, nachdem in der letzten Saison zu wenig Tore erzielt wurden. Canale: „Ich habe das Gefühl, es klappt auch vorne besser. Wir arbeiten viel daran, über die Außen zu kommen, mit Marcel Podszus verstehe ich mich richtig gut.“ Und vielleicht bald auch mit einem neuen Attacke-Kandidaten. Der Coach berichtet: „Wir wollen noch einen Mann holen, halten die Augen offen. Wenn es geht, möchte ich gerne vorne noch etwas machen.“

Autor: cb

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