Vierter RWO-Test und die Erkenntnis: Bis zum Start gegen Holstein Kiel gibt es noch jede Menge Arbeit, soll der Punktspielstart erfolgreich gestaltet werden.

RWO: Uster: "War der Wurm drin"

cb
18. Juli 2005, 10:38 Uhr

Vierter RWO-Test und die Erkenntnis: Bis zum Start gegen Holstein Kiel gibt es noch jede Menge Arbeit, soll der Punktspielstart erfolgreich gestaltet werden.

In Erkenschwick sprang am Ende ein dürftiges 1:1 heraus. Die Führung durch Pierre Bendig (25.) egalisierte Lars Heller, einer der wenigen starken Oberhausener, per Freistoß (57.). Chancenverhältnis am Samstag: 4:4, mit Sicherheit ausbaufähig.
Fazit von "Kleeblatt"-Coach Harry Pleß, der zum ersten Mal mit einer Dreierkette verteidigen ließ: "Ich denke, es war eine Steigerung zu erkennen. Wir haben 20 Minuten gebraucht, um in die Partie zu finden. In dieser Phase eine verdiente Führung für Erkenschwick." Der Zusatz des ehemaligen Esseners: "Der Ausgleich war verdient, wir haben den Kampf angenommen. Klar ist aber auch: Eine ganz neue Mannschaft wächst nicht in zwei Wochen." Zustimmung von Timo Uster: "Bei uns war der Wurm drin, wir müssen uns steigern. In der ersten Hälfte haben wir zuviel zugelassen, es läuft bei weitem noch nicht alles rund, aber wir haben noch zwei Wochen Zeit, um uns besser zu finden."
Besonders im Spiel nach vorne. Nur vier Chancen gegen den Oberligisten, davon nur zwei aus dem Match heraus. Beide vergab Andreas Saur. Pleß: "Er sollte eigentlich nicht auflaufen, da er im ersten Match noch gesperrt ist. Wir haben gesehen, dass er für uns fast unverzichtbar ist. Hinten war er, wie auch Heller, stark und auch vorne sehr gefährlich. Bei mir ist Andreas gesetzt, wenn er fit ist." Klare Worte, die im Angriff noch nicht gelten. Wenig Durchschlagskraft und ebenfalls fehlende Unterstützung sorgten dafür, dass auf den Rängen bereits die ersten Unmutsäußerungen vernommen wurden. Ausnahme am Samstag: Mario Schwarz, der im vorderen Bereich die meisten Szenen verzeichnen konnte. Dagegen hatten Mehmet-Ali Sirin, Sebastian Radtke oder Sead Mehic keine zwingenden Szenen zu verzeichnen. Einwand vom Trainer: "Es fehlen vorne noch die Ideen, aber wir sind mit den vier Stürmern vorne beweglicher. Es werden zudem endlich die direkten Duelle gesucht, manche wurden auch gewonnen, trotzdem muss das noch besser werden. Und auch ein Radtke hat einen Schritt nach vorne gemacht." Bleibt die Frage, wer soll die Angreifer in Zukunft in Szene setzen, wenn kein Kreativ-Fuß mehr verpflichtet wird? "Dennis Kutrieb kann sich dort durchsetzen", überlegt Pleß, "oder einer der beiden Zwillinge, die sich sehr gut entwickeln, besser in die Zweikämpfe gehen. Man kann auch Mehic zurück ziehen, aber dann fehlt vorne wieder etwas. Ich muss abwarten, wer sich wie entwickelt." Der nächste Test steigt bereits am Dienstag (19 Uhr) in Rees, wenn sich der UEFA-Cup-Teilnehmer Litex Lovech die Ehre gibt.

Autor: cb

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