Schalke braucht im Rückspiel der Champions League ein Wunder, um ins Finale einzuziehen. Doch allein die Hoffnung darauf reicht nicht, meint Ralf Rangnick.

Ralf Rangnick

"Nur auf ein Wunder hoffen, reicht nicht"

sid
04. Mai 2011, 08:15 Uhr

Schalke braucht im Rückspiel der Champions League ein Wunder, um ins Finale einzuziehen. Doch allein die Hoffnung darauf reicht nicht, meint Ralf Rangnick.

Herr Rangnick, niemand glaubt mehr wirklich, dass Schalke im Halbfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester United eine Chance hat. Wie gehen Sie und das Team damit um?

Dass keiner an uns glaubt, kann ich nachvollziehen. Das war aber vor dem Duell mit Inter Mailand auch nicht viel anders. Wir wollen zeigen, dass wir besser spielen können als im Hinspiel und auch, dass wir die richtigen Lehren gezogen haben. Wenn sich uns ein Spalt in der Tür bietet, wollen wir die Gelegenheit nutzen und sie auch aufstoßen.

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Was ist dafür nötig?

Es ist wichtig, dass wir in den ersten zehn Minuten direkt präsent sind. Ich hoffe, Manuel Neuer wird am Mittwoch weniger wichtig sein als in der vergangenen Woche. Wenn wir eine Möglichkeit ergreifen können, und dann noch mehr als zwei Minuten zu spielen sind, ist alles möglich. Manchester hat selbst in einem Champions-League-Finale mal gezeigt, was in zwei Minuten alles möglich ist. Und selbst, wenn wir ein Tor kassieren, hat sich die Ausgangsposition noch nicht wirklich verändert.

Was hat die Mannschaft aus dem Hinspiel gelernt?

Wir haben in der letzten Woche 15 Minuten lang auf Augenhöhe gespielt, danach aber viel zu viele Chancen zugelassen. Dass die Mannschaft es besser kann, hat sie in den vergangenen Wochen auch schon gezeigt. Was mir am meisten Hoffnung macht, ist die Tatsache, dass die Mannschaft schon gezeigt hat, dass sie dazulernen kann. Aber nur auf ein Wunder zu hoffen, wird nicht ausreichend sein. Ob dieses Halbfinale noch einmal spannend wird, liegt zu 100 Prozent an uns.

Der Einsatz von Benedikt Höwedes ist fraglich? Wie wichtig wäre sein Einsatz?

Wir haben die ersten vier Spiele meiner Amtszeit mit ihm gewonnen, und es wäre besser gewesen, wenn wir die folgenden drei Spiele auch mit ihm bestritten hätten. Wir werden aber kein übermäßiges Risiko eingehen. Er spielt nur, wenn er wirklich fit ist.

Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson hat angekündigt, im Vergleich zur Woche etwas zu rotieren. Spielt das in Ihren Planungen eine Rolle?

Nein, wir haben keinen Einfluss auf die Aufstellung des Gegners. Wir wären dumm, wenn wir uns darauf konzentrieren würden. Selbst wenn Alex Ferguson neue Spieler bringt, dann spricht das doch nur für seine Überzeugung, dass die Mannschaft auch in einer anderen Besetzung gut genug ist. Wir werden uns auf uns selbst konzentrieren. Nochmal: Wenn wir eine Chance bekommen, liegt es nur an uns, sie zu ergreifen.

Haben Sie im privaten Bereich auf das Spiel gewettet?

Nein. Aber wenn ich wetten würde, würde ich natürlich auf Schalke wetten, denn nur damit lässt sich wirklich Geld verdienen.

Autor: sid

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