Was hat der Mann vor? Wie verkauft er sich? RevierSport unterhielt sich mit Olaf Janßen.

RWE: Interview mit Olaf Janßen

og
06. Juni 2005, 19:08 Uhr

Was hat der Mann vor? Wie verkauft er sich? RevierSport unterhielt sich mit Olaf Janßen.

Was hat der Mann vor? Wie verkauft er sich? RevierSport unterhielt sich mit Olaf Janßen.

Olaf Janßen, viel "Spaß" an der nicht unschwierigen Hafenstraße. Seit wann bestand der Kontakt?
Das kam relativ kurzfristig am letzten Wochenende zustande, ich wurde vom Vorstand angesprochen.

Man beschnupperte sich, dann ging es fix!
Ich war sehr positiv überrascht, die Verantwortlichen gehen mit Engagement und Leidenschaft an die Sache heran, alles läuft sehr strukturiert, jeder macht sich viele Gedanken, die Inhalte gestalteten sich bei den Treffen sehr interessant.

Spüren Sie keinen Frust im Club?
Nein, es wird nach vorne geschaut, die Vergangenheit interessiert im Prinzip nicht. Wir müssen ein Team zusammenstellen.

Was qualifiziert Sie für den Job bei RWE?
Bei der Entscheidungsfindung dürfte die Transparenz meiner Vita eine Rolle gespielt haben. Ich war lange Jahre Profi, hatte insgesamt 19 Trainer, da kommt ein großer Erfahrungsschatz zusammen, das ist wichtig. Zusätzlich habe ich die Trainerausbildung.

Mit Auszeichnung, verstecken Sie sich nicht!
Wenn man so etwas angeht, sollte das Ziel da sein, es so gut wie möglich abzuschließen.

Beim damaligen Bundesligisten 1860 München waren Sie "Co" von Cheftrainer Falco Götz!
Eine besondere Zeit, Falco band mich stark in die Arbeit an, wir sind freundschaftlich verbunden, das hat mich geprägt. Allerdings habe ich mich nicht ausschließlich damit befasst.

Wie war der bisherige Austausch mit Coach Uwe Neuhaus?
Nachdem meine Bindung klar war, haben wir das Gespräch gesucht. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, der Trainer leistet klasse Arbeit, ist permanent unterwegs, um sich mit der Zusammenstellung des Kaders zu befassen. Wir sind auf dem richtigen Weg, wenn alle an einem Strang ziehen. Wenn ich auf die Geschäftstelle komme, merke ich, wieviel Herzblut investiert wird. Das ist eine sehr emotionale Geschichte in Essen.

Eigentlich sollte der Club auf dem Weg ganz woanders hin sein!
Richtig, deshalb ist das ja so bitter. RWE muss nach oben, dazu gehört die Stadt, die gesamte Region. Das ist doch einer der wichtigsten Punkte, deshalb reizt mich die Sache unglaublich. Ich will erfolgreiche Arbeit leisten.

Sie sind ein "Newcomer", RWE ist für Sie eine Möglichkeit, sich in der Branche als Name zu etablieren!
Korrekt, das ist definitiv eine Chance, viele bekommt man in diesen Geschäft nicht. Ein überzeugender Grund, zu zeigen, was ich kann. Mir ist klar, in dieser Saison kann ich die Planung eines Urlaubs vergessen.

Am Mittwoch, 8.Juni, geht die JHV über die Bühne. Haben Sie sich Gedanken gemacht, welche Antrittsrede Sie halten, um die noch köchelnden Gemüter zu kühlen?
Es ist nicht genug, nur einfach ein paar nette Worte zu finden, sondern man muss die Leute überzeugen. Sie sollen wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Autor: og

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