Während die Werder-Kicker vor den mitgereisten Fans zum

BOR. DORTMUND (A): Horz glaubt ans Team

31. Mai 2005, 12:11 Uhr

Während die Werder-Kicker vor den mitgereisten Fans zum "Humba, Humba, Täterä" anstimmten, lagen Dortmunds Spieler entkräftet auf dem Rasen. Genau fünf Akteure schafften noch den Gang zu den Borussen-Anhängern, um sich für die Unterstützung zu bedanken.

Während die Werder-Kicker vor den mitgereisten Fans zum "Humba, Humba, Täterä" anstimmten, lagen Dortmunds Spieler entkräftet auf dem Rasen. Genau fünf Akteure schafften noch den Gang zu den Borussen-Anhängern, um sich für die Unterstützung zu bedanken.
Thorsten Horz, Dortmunds "Zehner", suchte anschließend noch das Gespräch mit den Zuschauern. "Ich bin physisch und psychisch fertig", gestand der einstige Ausgburger ein, "in der Hitze ist es natürlich die Hölle, so früh in Rückstand zu geraten und eigentlich trotzdem gewinnen zu müssen."

Der Mittelfeld-Routinier gab einen Einblick in seine Gefühls-Welt. "Ich kann nur für mich sprechen, aber es tut im Herzen weh, wenn Du weißt, dass Du wegen so einer Niederlage vielleicht absteigst." Doch nach dem Duschen sah die Dortmunder Welt wieder etwas freundlicher aus. Horz: "Nach den Ergebnissen der anderen Teams gibt es weiter Hoffnung. Unser letzter Gegner Münster ist gerettet. Die Frage lautet: Können sie sich bei ähnlichem Wetter genauso quälen, wenn sie schon durch sind? Wir geben bestimmt nicht auf. Jeder bei uns hat sich zerrissen, keiner ließ sich gegen Bremen hängen. So wird es auch in den letzten 90 Minuten sein."

Dann aber wahrscheinlich ohne die irre Unterstützung, die den Borussen gestern zuteil wurde. Horz: "Die Zuschauer waren richtig klasse, sie haben uns toll angefeuert. Ich hoffe, dass sie trotz der Niederlage Spaß hatten und auch gesehen haben, dass wir bis an die Grenze gegangen sind."
Für den Endspurt will der BVB-Leistungsträger keinen höheren Beistand zu Rate ziehen. "Wir müssen bestimmt keinen Guru beschwören, auch nicht auf Teufel-komm-raus auf die Truppe einschlagen, sondern locker-flockig und konzentriert weiter trainieren. Alles andere muss ausgeblendet werden." Vielleicht kehrt ja beim Finale auch das Glück zurück. Horz: "Alles, was in der Hinrunde drin war, geht jetzt daneben. Wir haben Scheiße am Fuß."

Torjäger Marcus Steegmann schöpft trotz des 2:4 gegen Werder noch etwas Positives aus der Niederlage: "Bei so einem Wetter ist es immer schwer, einen Rückstand umzubiegen. Unser Team hat nie aufgegeben und gut nach vorne gespielt. Wir hatten endlich wieder Tor-Szenen, nur war der entscheidende Moment auf Bremer Seite." Steegmanns Prognose für den "final countdown: "Wir haben es immer noch selbst in der Hand. Ich bin optimistisch. Wir hatten in den letzten Wochen bereits Endspiele, also ist die Situation am kommenden Samstag nicht ungewöhnlich für uns."

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