Die Verantwortlichen des KFC Uerdingen hatten in Sachen Lizenzierung für die Regionalliga zwar in Optimismus gemacht, doch es trat nun ein, was alle erwartet haben.

KFC - Keine Lizenz und enttäuschte Fans

amo
28. April 2005, 14:27 Uhr

Die Verantwortlichen des KFC Uerdingen hatten in Sachen Lizenzierung für die Regionalliga zwar in Optimismus gemacht, doch es trat nun ein, was alle erwartet haben.

Die Verantwortlichen des KFC Uerdingen hatten in Sachen Lizenzierung für die Regionalliga zwar in Optimismus gemacht, doch es trat nun ein, was alle erwartet haben.

Den Seidenstädtern wurde mangels unterschriebener Sponsorenverträge in ausreichender Höhe die Lizenz verweigert. Außerdem wurde den Rot-Blauen aufgrund der Zusatzvereinbarung im Sponsoring-Vertrag mit Hermann Tecklenburg (RS berichtete) eine Geldstrafe angedroht.

„Das ist nicht meine Baustelle“, merkte Insolvenzverwalter Eberhard Stock an. „Dies war und ist eine Sache, die noch im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt.“ Das sehen auch die Fans so. Ein Teil bekundete seinen Protest, indem er gar nicht erst zum Spiel kam – nur 2.529 Zuschauer sahen das West-Derby, 350 davon aus Wuppertal. Der Rest skandierte, was auch auf mehreren Transparenten in der Grotenburg zu sehen war. „Vorstand verrecke“, „Abramowitsch stehe uns bei“ und „Vorstand, unsere Leidenschaft gegen Eure Unfähigkeit.“

Geklärt sind inzwischen die Summen, die zur Rettung des KFC vor Insolvenz und Zwangsabstieg aufgetrieben werden müssen. Maximal 350.000 Euro ermittelte Insolvenzverwalter Stock. „Ich bemühe mich, für den Verein einige Kontakte zu knüpfen, aber es bedarf einer ganzen Reihe von Leuten, die Zeit und Geld investieren, um den Verein noch retten zu können.“ Bei der Insolvenz vor 27 Monaten waren es 400.000 Euro. Interessant dabei die Idee, die ein Fan formulierte: „Wenn am letzten Spieltag zur Geburtstagsfeier 30.000 kommen und zehn Euro zahlen, wären wir doch gerettet.“

Zu einem Randthema wird da schon die Suche nach einem neuen Vorstandsteam, das zum Einstand natürlich Kohle zur Sanierung des Vereins mitbringen muss. Nach Studium der ihnen vorgelegten Zahlen zur finanziellen Situation des Vereins sagten die Kandidaten für den Posten des Vorsitzenden ab, sind aber weiterhin bereit, mitzuarbeiten. Der Betrag, der für eine Sanierung aufgewendet werden muss, übersteige die Möglichkeiten der Interessenten.

Autor: amo

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