Dirk Heinzmann muss noch viel lernen - bis er sein Studium an der Fern-Uni Hagen erfolgreich abschließen kann. Seit letztem Sommer studiert der Wuppertaler dort Betriebswirtschaftslehre.

WSV - "Lose Kontakte", aber Heinzmann will bleiben...

tt
18. April 2005, 10:35 Uhr

Dirk Heinzmann muss noch viel lernen - bis er sein Studium an der Fern-Uni Hagen erfolgreich abschließen kann. Seit letztem Sommer studiert der Wuppertaler dort Betriebswirtschaftslehre.

Dirk Heinzmann muss noch viel lernen - bis er sein Studium an der Fern-Uni Hagen erfolgreich abschließen kann. Seit letztem Sommer studiert der Wuppertaler dort Betriebswirtschaftslehre. Nach der aktiven Fußball-Laufbahn will der 27-Jährige dann vielleicht im Bankwesen tätig werden. Auf der Bank des WSV Borussia musste er zuletzt öfter Platz nehmen als ihm lieb war.

Vor gut einem Jahr stieß Heinzmann als Leistungsträger vom Oberligisten Borussia Wuppertal zum Fusionsteam Wuppertaler SV Borussia. Auf den Zusammenschluss blickt er heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück: "Es ist ganz gut, dass ich zu einem Regionalliga-Team gekommen bin, aber ich hätte mir schon etwas mehr erhofft", gehört der Student nicht zur Stamm-Elf, sondern fristet momentan das Ersatzmann-Dasein. Wobei er auch aus dieser Rolle durchaus Ausrufezeichen setzen kann, wie der gestrige Auftritt gegen die Amateure des VfL Wolfsburg unter Beweis stellte.

Zwei Muskelfaser-Risse und Probleme mit der Rückenmuskulatur erleichterten die Integration in die Mannschaft nicht unbedingt. "Der Oktober war der einzige Monat, in dem ich in dieser Saison verletzungsfrei war", erinnert sich Heinzmann und fügt mit ein wenig Selbstironie an: "Ein goldener Oktober." Pünktlich zum Rückrunden-Beginn ist der geborene Düsseldorfer wieder topfit und möchte in der Regionalliga an.

Im Team von Uwe Fuchs fungiert der 27-Jährige jedoch meistens als "Lückenbüßer" - mal agiert er in der Innen-, mal in der Außenverteidigung, dann defensiv-zentral im Mittelfeld - "das ist natürlich nicht so prickelnd", würde der beidfüßige Abwehrstratege am liebsten immer in der Innenverteidigung auflaufen.

Der Vertrag des Kopfball-Spezialisten läuft am Saisonende aus. "Ich würde mich schon freuen, wenn ich in Wuppertal bleiben könnte. Allerdings will ich auch wissen, ob der Trainer noch mit mir plant." Bisher habe er lediglich "lose Kontakte" zu anderen Vereinen, erklärt Heinzmann. "Sollte man beim WSV nicht mehr auf mich bauen, werde ich diese Kontakte natürlich intensivieren", spielt er mit offenen Karten.

Klar ist: Das Tor, das der 1,90-Meter-Mann so sichern will wie die Bank von England, soll in einem Drittliga-Stadion stehen. Seine vier Auftritte bei der Wuppertaler Zweitvertretung sollen ein kurzes Intermezzo zum Auffrischen der Spielpraxis gewesen sein.

Dort erzielte Heinzmann seine bisher einzigen Saisontore: Beim 7:0-Erfolg der WSV-Reserve über Fortuna Köln vernaschte der Tiramisu-Liebhaber die Fortunen-Abwehr mehrmals und landete einen Dreierpack. "Die Begegnung wurde annulliert, deswegen steht bei mir die Null vorne immer noch", nimmt der zweikampfstarke Defensiv-Allrounder sein leeres Tor-Konto locker.

Genauso gelassen geht er auch seine Zukunft an. Gespräche mit Verantwortlichen der Bergischen, unkt der Akteur, werde es in den nächsten Tagen geben - wenn der Klassenerhalt gesichert ist.

Autor: tt

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