Nein, so hatte sich Özay Gökyesil seine Rückkehr in den Fußball nun wirklich nicht vorgestellt. Denn in Herne wird nicht mehr besonders auf ihn gesetzt.

Herne: Gökyesil

Täuber-Liebling hat Regionalliga-Angebote

29. April 2011, 11:19 Uhr

Nein, so hatte sich Özay Gökyesil seine Rückkehr in den Fußball nun wirklich nicht vorgestellt. Denn in Herne wird nicht mehr besonders auf ihn gesetzt.

Nachdem seine Klubs SV Yesilyurt und Germania Gladbeck pleite gegangen waren, legte der Ex-Schalker eine mehr als zweijährige Fußballpause ein: „Ich hatte die Lust verloren.“ Die kam erst zurück, als Klaus Täuber ihn in der vergangenen Winterpause nach Herne lotste. „Er hat mir die Chance gegeben, wieder auf mich aufmerksam zu machen“, betont Gökyesil. Und so fiel es ihm nicht weiter negativ auf, dass bei der Vertragsunterschrift nur der Trainer anwesend war. Denn Manager Ingo Finkenstein hatte in dem jetzigen Uerdinger Ardar Yavuz einen anderen Wunschkandidaten ausgemacht.

Doch Täuber setzte sich durch. Und er schwärmt noch heute: „Bei Özay passt die Qualität und die Einstellung. In meinen 21 Jahren als Trainer hatte ich vielleicht 15 komplette Spieler, bei denen alles stimmte. Er ist einer davon.“ Doch die Trennung von Täuber wurde auch zu Gökyesils Problem, weil er als ausgemachter Liebling des Linienchefs galt. „Ich war danach etwas außen vor“, bemerkt der 29-Jährige, „mit mir hat niemand mehr gesprochen“.

Inzwischen kommt der etatmäßige Leistungsträger, der mehrere Einsätze in der zweiten türkischen Liga vorweisen kann, zwar wieder zu seinen Einsätzen. Doch was die Verlängerung seines auslaufenden Vertrags angeht, herrscht von Seiten der Verantwortlichen weiter Funkstille. Dabei ist man aber ohnehin erst vor zwei Wochen in die Gespräche mit den Spielern gestartet. „Ich bin nach allen Seiten offen“, bemerkt Gökyesil.

Nun, das stimmt nicht unbedingt: Denn das Angebot eines Berliner Regionalligisten würde der Essener nur ungern annehmen, da er für eine Promotion-Agentur aus dem Ruhrgebiet tätig ist. Und auf weniger als die NRW-Liga hätte das Kämpferherz ohnehin keine Lust: „Angebote aus der Landesliga höre ich mir gar nicht erst an, auch wenn die Angebote noch so verlockend sind.“ Mit angeblichen Traum-Offerten hat er schließlich schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht...

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