Mit vielen Fragezeichen in die Krefelder Grotenburg. So muss man die Vorbereitung der Düsseldorfer auf die Partie beim KFC (Samstag, 14 Uhr) bezeichnen.

DÜSSELDORF: Viele Kaderfragezeichen vor KFC-Derby

cb
25. Februar 2005, 09:59 Uhr

Mit vielen Fragezeichen in die Krefelder Grotenburg. So muss man die Vorbereitung der Düsseldorfer auf die Partie beim KFC (Samstag, 14 Uhr) bezeichnen.

Mit vielen Fragezeichen in die Krefelder Grotenburg. So muss man die Vorbereitung der Düsseldorfer auf die Partie beim KFC (Samstag, 14 Uhr) bezeichnen. Denn neben den bekannten Ausfällen von Laurent Guthleber, Victor Mathias Bocchio und Victor Hugo Lorenzon und dem gelbgesperrten Kapitän Dirk Böcker hat Fortuna-Coach Uwe Weidemann noch weitere Kicker, die erst kurzfristig den Daumen nach oben oder unten richten werden.
Weidemann zählt auf: "Markus Lösch hat sich am Dienstag mit einem Infekt abgemeldet, er steht auf der Kippe. Andreas Lambertz hat Probleme mit der Achillessehne, bei ihm denke ich, es wird gehen. Gerrit Bürk konnte mit seiner genähten Wunde am Oberschenkel noch fast nichts machen, auch bei ihm hoffe ich, dass er auflaufen kann. Walter Otta hat Wadenprobleme und Gustav Policella ist wohl auch noch nicht so weit, er muss auch vom Kopf her frei sein." Leider zeigte sich am Donnerstag, auch Bürk wird in der Grotenburg passen müssen.
Genügend Probleme, die den Trainer aber nicht aus der Fassung bringen. "Wir haben genug Leute im Kader. In Uerdingen wollen wir die schlechten Sachen vom letzten Samstag verbessern und am Ende etwas mitnehmen. Es ist klar, es wird ein Derby, ein enges Spiel."
Wobei durch die Ausfälle besonders die Fortuna-Defensive zu Umstellungen gezwungen ist. Libero Böcker gesperrt, die erste Alternative Lösch krank. Weidemann: "Auch Nicolaj Hust kann die Rolle spielen. Wir haben in der Vorbereitung ihn und Lösch dort getestet." Und sollte auch noch Bürk passen müssen, winkt das Debüt von Wintereinkauf Mile Bozic. Weidemann erklärt: "So könnte es passieren. Oft ist es nicht schlecht, jemanden ins kalte Wasser zu werfen. Allerdings habe ich noch die Hoffnung, dass Gerrit spielen kann. Immerhin haben wir mit ihm und Hamza Cakir in den letzten drei Partien keinen Treffer kassiert."
Und gegen Wolfsburg auch keinen geschossen, was vor allem an Stürmer Frank Mayer lag, der zwei dicke Gelegenheiten ausgelassen hat. Sein Coach ganz nüchtern: "Fußballer sind sensibel, Frank ganz besonders. Er muss damit umgehen können, dass man gefeiert wird, wenn man trifft. Auf der anderen Seite gibt es Kritik, wenn es nicht läuft." Gar nicht rund lief es gegen die Wölfe auch für Lambertz, der bisher eine überragende Spielzeit hinlegte. Weidemann macht sich aber keine Sorgen, dass die schlechten 90 Minuten "Lumpi" zum Grübeln bringen. "Er macht sich da keinen Kopf drüber. Er hat den Tunnelblick, ist immer engagiert. Es gab keine Vorwürfe, er bringt fast immer seine Leistung. So wird es auch in der Zukunft weiter sein."
Am besten schon in Uerdingen, bei einem Gegner, der finanziell schwer angeschlagen ist. Daher hofft man gegen die Fortuna auf eine große Kulisse, die auch die nötigen Euros in die KFC-Kasse spülen soll. Bisher wurden bereits über 9000 Tickets verkauft, spekuliert wird auf über 15000 Besucher. Weidemann über den KFC: "Ihre Probleme sind für mich sekundär, ich muss mich darum kümmern, dass wir sportlich überzeugen. Mein Trainerkollege wird sicher auch versuchen, seine Jungs weit weg von den Themen abseits des Platzes zu halten. Es kann aber sein, dass sie auch nicht genau wissen, wo sie stehen." Und das wollen die Düsseldorfer ausnutzen, will man doch vor sicherlich prächtiger Kulisse im Klassenkampf auch die 0:1-Heimpleite aus dem Hinspiel ausbügeln.

Autor: cb

Kommentieren