Alexander Löbe, im Vorjahr mit Wattenscheid im Abstiegskampf gescheitert, rückte nach seinem Wechsel zum SC Paderborn kräftig in den Blickpunkt.

PADERBORN: Löbe - "So kalt und kühl ist bestimmt keiner"

18. Februar 2005, 10:09 Uhr

Alexander Löbe, im Vorjahr mit Wattenscheid im Abstiegskampf gescheitert, rückte nach seinem Wechsel zum SC Paderborn kräftig in den Blickpunkt.

Alexander Löbe, im Vorjahr mit Wattenscheid im Abstiegskampf gescheitert, rückte nach seinem Wechsel zum SC Paderborn kräftig in den Blickpunkt. Nach dem Pokal-Kracher gegen den HSV (4:2) war Löbe im "aktuellen Sport-Studio" begehrter Interview-Partner, ein paar Monate später prangte sein Foto auf seine eins einer Boulevard-Zeitung: Der blonde Stürmer wurde bundesweit zum "Mauschler" abgestempelt, weil er einen Elfmeter herausholte, den der Skandal-Referee Robert Hoyzer seinerzeit anstandslos für Paderborn pfiff. Das Match gegen den HSV sollte schließlich den richtigen Ausgang nehmen.

Der nächste Tiefschlag: Alexander Löbe wurde zuletzt nachgesagt, er hätte sich noch auf dem Platz bei Hoyzer für den Strafstoß bedankt. Im RevierSport stellt der einstige Türkei-Profi klar: "Ich habe mich nicht bei Hoyzer nach dem Elfmeter bedankt, sondern bin nach dem Pokal-Spiel in die Schiedsrichter-Kabine gegangen. Das war allerdings nichts Exklusives, das mache ich nach jedem Spiel so. Eine ganz normale Geste." Löbe ergänzt: "Wenn ich etwas laufen habe, dann gehe ich doch nicht hin und klatsche mit dem Schiedsrichter und seinen Assistenten ab. Nach unserem Pokalspiel war überall nur von unserer hervorragenden Leistung die Rede, von nichts anderem."

Allerdings räumt der Ex-Duisburger ein: "Natürlich gab es strittige Situationen, aber die gab es am letzten Wochenende in der Bundesliga auch im Dutzend." Der SCP-"Knipser" hatte am Medienrummel der letzten Wochen durchaus zu knacken. "So kalt und kühl", sagt Löbe, "ist keiner, um das alles aus den Klamotten zu schütteln. Für uns alle war das eine schwierige Situation. Das Schöne am Fußball ist doch: Ein Sieg und alles fällt von Dir ab."

Allerdings müssen die Ostwestfalen ohne "Chef" Thijs Waterink auskommen. Der Holländer war in die Übergabe der sogenannten "Leistungs-Prämie", die das kroatische Brüder-Trio aus dem ominösen Cafe King in Berlin für einen Paderborner Sieg über Hamburg bereitgestellt hatte, involviert. Seit dem ist Waterink freigestellt und demzufolge auch nicht im Kader für das Wuppertal-Match. Löbe: "Sein Fehlen tut uns weh. Thijs ist einer unserer besten Spieler, eine absolute Führungs-Persönlichkeit." Aber auch Wuppertal hat ein Handicap. Löbe: "Marc Bach, der beste Spieler der Hinrunde, fällt mit einem Kieferbruch aus." Das Duo kennt sich noch aus gemeinsamen Wattenscheider Zeiten...tt

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