Als Konsequenz auf die von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierten Spiele will Geschäftsführer Stefan Grädler von Regionalligist Preußen Münster diese Saison keine Auf- und Absteiger in der Liga.

Münster will diese Saison keine Auf- und Absteiger

08. Februar 2005, 15:14 Uhr

Als Konsequenz auf die von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierten Spiele will Geschäftsführer Stefan Grädler von Regionalligist Preußen Münster diese Saison keine Auf- und Absteiger in der Liga.

Die von Schiedsrichter Robert Hoyzer manipulierten Spiele könnten drastische Maßnahmen in dieser Saison nach sich ziehen. Als Konsequenz auf die finanziellen Vorteile, die Regionalligist SC Paderborn vom von Hoyzer beeinflussten Weiterkommen im DFB-Pokal hatte, fordert der Geschäftsführer vom Ligakonkurrenten Preußen Münster, Stefan Grädler, in der Sport-Bild (Mittwochs-Ausgabe): "In dieser Saison darf es keinen Auf- und Absteiger geben."

Finanzieller Vorteil für Paderborn

Der Liga-Zweite SC Paderborn habe beim DFB-Pokalsieg gegen den Hamburger SV - das Spiel war vom geständigen Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer (Berlin) verpfiffen worden - profitiert und mit den daraus resultierenden Zusatzeinnahmen in Höhe von rund 350.000 Euro in der Winterpause zwei Verstärkungen finanzieren können: von Austria Wien kam Torjäger Radovan Vujanovic (22), von Eintracht Trier Abwehrspieler Miodrag Latinovic (34).

Alle Ligen betroffen

"Es ist unbestritten, dass Paderborn von der Manipulation profitiert hat", äußerte Staffelleiter Heinz-Leopold Schneider. Er werde "das Thema bei der nächsten Sitzung des Regionalliga-Ausschusses auf den Tisch bringen". Schneider bezweifelt aber, dass die Auf- und Abstiegsregel tatsächlich außer Kraft gesetzt wird: "Eine entsprechende Änderung der Spielordnung können nur der Bundestag des DFB - oder dessen Vorstand - beschließen."

Zudem hätte diese Entscheidung eine enorme Tragweite. Der Staffelleiter: "Letztlich wäre der Spielbetrieb in allen Ligen - von der Bundesliga bis zur Oberliga und noch tiefer - davon betroffen."

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