Über mangelnde Beschäftigung kann sich Nils Pfingsten momentan wahrlich nicht beklagen. Beim WSV Borussia ist eine andere Zeitrechnung angebrochen, die von Präsident Friedhelm Runge eingeforderte Arbeits-Intensität wird durch den neuen Linien-Chef Uwe Fuchs mit Leben gefüllt.

WSV BORUSSIA: Nils Pfingsten ehrgeizig

08. Februar 2005, 11:54 Uhr

Über mangelnde Beschäftigung kann sich Nils Pfingsten momentan wahrlich nicht beklagen. Beim WSV Borussia ist eine andere Zeitrechnung angebrochen, die von Präsident Friedhelm Runge eingeforderte Arbeits-Intensität wird durch den neuen Linien-Chef Uwe Fuchs mit Leben gefüllt.

"Schönes Gefühl, wenn man unter Beobachtung steht"

Über mangelnde Beschäftigung kann sich Nils Pfingsten momentan wahrlich nicht beklagen. Beim WSV Borussia ist eine andere Zeitrechnung angebrochen, die von Präsident Friedhelm Runge eingeforderte Arbeits-Intensität wird durch den neuen Linien-Chef Uwe Fuchs mit Leben gefüllt.

Auch am Samstag, hechelte Pfingsten mit seinen Team-Kollegen in zwei kernigen Laufeinheiten durch das Zoo-Stadion und um den beliebten Unterbacher See. Das war der Ersatz für die ausgefallene Pokal-Partie gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen. Sonntag und Rosenmontag durften die Rot-Blauen zwei freie Tage genießen.

Eine Karnevals-Tendenz lässt Nils Pfingsten nicht erkennen. "Das kennen wir aus Hannover gar nicht, ich habe damit nichts zu tun", sagt der ehemalige "96er". Die freie Zeit wird der Mittelfeldspieler seiner Freundin und dem Doggen-Sprössling "Paula" widmen. "Paula ist elf Wochen alt, aber sie wächst unheimlich schnell", wird Pfingsten wohl bald die XXL-Futter-Säcke anschleppen müssen.

Was seine sportliche Zukunft angeht, bastelt der Youngster weiter ehrgeizig am Weiterkommen in der noch jungen Karriere. Im Herbst zeichnete sich ein Wechsel zum FC Schalke 04 ab. "Wenn es nicht den Trainer-Wechsel von Jupp Heynckes zu Ralf Rangnick gegeben hätte, dann wäre der Transfer zustande gekommen", sagt Rolf Müller, der Nils Pfingsten als Berater betreut. Für einen Club aus der höchsten Klasse besitzt das Talent eine Ausstiegsklausel. Bei Interesse von klassentieferen Vereinen soll die Ablösesumme zumindest überschaubar sein. Neben RW Essen wurde auch der MSV Duisburg bereits als Interessent genannt, Zebra-Fußball-Lehrer Norbert Meier nahm Pfingsten beim 0:5 im Test gegen Mönchengladbach unter die Lupe. Müller: "Das war natürlich ausgerechnet eine Begegnung, in der er nicht so gut drauf gewesen ist. Trotzdem muss man sagen, was Pfingsten im letzten Halbjahr im Amateur-Bereich abgeliefert hat, das war schon sehr bemerkenswert." Der ehemalige WSV-Manager traut seinem Schützling den Sprung zu: "Ich würde Nils auf jeden Fall raten, sich Stück für Stück an die Bundesliga heranzutasten, zunächst den Weg über die zweite Spielklasse zu wählen. Das Potenzial hat er, allerdings gehört auch eine Portion Geduld dazu."

Mit dem Interesse, das er durch seine guten Leistungen geweckt hat, kann Nils Pfingsten durchaus leben: "Es ist ein schönes Gefühl, unter Beobachtung zu stehen. Ich will unbedingt nach oben kommen. Man steht natürlich verstärkt unter Druck, aber damit muss man fertig werden."

Gleiches gilt für den Aspekt, in anderer Rolle zu fungieren. In der Hinrunde war der Nachwuchsmann als zentraler, defensiver Mittelfeldspieler als Abfangjäger und Ankurbler bis auf wenige Ausnahmen beständig, unter Uwe Fuchs bekleidet er eine von zwei Halb-Positionen im Mittelfeld. "Da", sagt Nils Pfingsten, "muss ich mich neu beweisen."tt

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