WSV BOR.: Neuer Sympathieträger heißt Uwe Fuchs

12. Januar 2005, 16:25 Uhr

Der neue Sympathieträger, den Wuppertals Präsident Friedhelm Runge mit Deutschlands Teamchef Jürgen Klinsmann verglichen hatte, heißt Uwe Fuchs. Der 38-Jährige, früher Vizemeister mit dem 1. FC Kaiserslautern, erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2006.

Der neue Sympathieträger, den Wuppertals Präsident Friedhelm Runge mit Deutschlands Teamchef Jürgen Klinsmann verglichen hatte, heißt Uwe Fuchs. Der 38-Jährige, früher Vizemeister mit dem 1. FC Kaiserslautern, erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2006.

Fuchs nahm die Aussage von Chef Runge mit Humor. "Ich bin zwar nicht blond wie Klinsi, aber lange Haare habe ich auch", schmunzelte er sichtlich gut gelaunt und fügte hinzu: "Nach der bescheuerten EM-Depression hat Jürgen Klinsmann für positive Stimmung gesorgt, er hat klare, präzise Vorstellungen, was er für nötig hält und leitet die Dinge massiv ein. Trotzdem möchte ich mich mit ihm nicht vergleichen."

Das muss Uwe Fuchs auch nicht, diesen Part übernahm bereits Friedhelm Runge. "Uwe ist schlagfertig, hat den nötigen Humor, verfügt über Weitblick und Erfahrung aus dem Profi-Geschäft. Wir haben fünf Gesprächsrunden mit Trainer-Kanidaten geführt, haben dabei eine Liste zur Hand genommen, auf der elf wichtige Punkte, die uns sehr am Herzen lagen, standen. Uwe Fuchs hat gegenüber den anderen Bewerbern gewonnen, das spricht klar für ihn." Der Wuppertaler Club-Boss fügt hinzu: "Fuchs bringt bei uns jugendlichen Elan und Schwung rein, er hat auch in anderen Bereichen schon gearbeitet. Da werden neue Ideen auf uns zukommen, mit denen man sich anfreunden muss. Aber genau das wollen wir. Es ging uns darum, etwas Neues zu probieren."

Uwe Fuchs absolvierte nach seiner aktiven Laufbahn, die bei Arminia Bielefeld endete, den Fußball-Lehrer-Schein, schloss als Lehrgangsbester mit einem Notenschnitt von 1,2 ab. Bei LR Ahlen schnupperte der ehemalige Kölner Brecher unter Uwe Rapolder als Assistent ins Trainer-Geschäft, bei Fortuna Köln war er zuvor als Regionalliga-Chef-Coach im Amt, allerdings endete das Kapitel nicht erfolgreich. Anschließend widmete sich der Familienvater seiner selbstständigen Tätigkeit im Sport-und Finanz-Management. Slogan auf seiner Homepage: "Uwe Fuchs macht Menschen erfolgreich." Auch den WSV Borussia? Der neue Mann: "Ich hoffe, dass dieser Spruch auch auf Wuppertal zutrifft, dass ich den Erfolg bringen kann."

Die Tabellen-Situation hat der Ex-Homburger im Blick. "Aktuell stecken wir brutal im Abstiegskampf, da muss mir niemand etwas anderes erzählen, das kann man nicht wegdiskutieren." Was das Spieler-Material anbelangt, pocht Uwe Fuchs nicht unbedingt vehement auf Verstärkungen. Seine Meinung: "Mit der aktuellen Mannschaft kann man den Klassenerhalt sicherlich packen. Wenn wir allerdings die Chance haben sollten, das Team zu verstärken, nicht zu ergänzen, dann sollten wir sie nutzen. Die Möglichkeit dazu ist von Vereinsseite gegeben."

Als ehemaliger Stürmer bei den englischen Profi-Clubs FC Middlesbrough und FC Millwall weiß Uwe Fuchs, was es bedeutet, zu fighten. Friedhelm Runge: "Er hat in England auf die Socken gekriegt, war aber nie ein Spieler, der sich wehleidig präsentiert hat. Ich kann es ohnehin nicht leiden, wenn sich Akteure nach einer Attacke erst Mal die Strümpfe zurechtziehen und minutenlang liegen bleiben. Uwe Fuchs war in seiner aktiven Karriere immer ein Mann, der gewinnen wollte. Genau so einen benötigen wir hier."

Der Nachfolger von Werner Kasper hält nichts davon, in Lautsprecher-Manier die Werbetrommel zu rühren und bessere Zeiten anzukündigen: "Mein Wunsch ist es, offensiv zu spielen, aber da gehören Typen und Zusammensetzungen zu, Stabilität und Kompaktheit sind wichtig." Und wie sieht es mit Attraktivität aus? Fuchs: "Attraktiv ist, wenn man gewinnt." Worauf es ihm grundsätzlich ankommt, skizziert der Ex-Düsseldorfer in einem Satz: "Herz, Leidenschaft, Feuer. Das sind für mich Grundelemente, die ich voraussetze."

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