So viel ist sicher: Eine Rückkehr von Frantisek Straka, dem zweifachen tschechischen WM-Teilnehmer, kommt für den Wuppertaler SV Borussia offenbar nicht in Frage.

WSV BORUSSIA: Strakas Chancen gesunken

04. Januar 2005, 10:10 Uhr

So viel ist sicher: Eine Rückkehr von Frantisek Straka, dem zweifachen tschechischen WM-Teilnehmer, kommt für den Wuppertaler SV Borussia offenbar nicht in Frage.

So viel ist sicher: Eine Rückkehr von Frantisek Straka, dem zweifachen tschechischen WM-Teilnehmer, kommt für den Wuppertaler SV Borussia offenbar nicht in Frage. Der ehemalige WSV-Profi, zuletzt bei Sparta Prag wegen nur eines geholten Punkts in der Champions League entlassen, hat sich mit seiner Familie in den Urlaub nach Südamerika verabschiedet.

"Er kommt erst am 6. Januar zurück, muss dann noch mit Prag einige Dinge klären. Wir fangen bereits am 8. Januar mit dem ersten Testspiel an, da wird die Zeit sehr knapp. Wir konnten uns bislang noch nicht konkret über das Thema unterhalten, als ich ihn an der Strippe hatte, ging es zunächst um eine Grundsatzfrage", skizziert WSV Borussia-Chef Friedhelm Runge den Stand mit dem ehemaligen Coach, der die Bergischen in drei Jahren ein Mal in die Aufstiegsrunde und zwei Mal auf Rang zwei geführt hatte.

Wer das Erbe von Werner Kasper antritt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. "Wir haben fünf, sechs Kandidaten, aber es gibt keine bestimmte Hitliste. Wir hören uns die Gespräche an und entscheiden dann, wer für uns der Richtige ist", sagt Runge. Zu den kursierenden Namen zählt neben dem einstigen Gladbacher Holger Fach auch Harry Pleß (ehemals Sachsen Leipzig, RW Essen). An Spekulationen will sich Friedhelm Runge nicht beteiligen, ihm kommt es bei der Stellen-Ausschreibung darauf an, dass der Kasper-Nachfolger Mut zum Anpacken hat. Der Präsident: "Ich möchte, wenn ich von einer Dienstreise zurückkomme, nicht mehr hören, dass bei uns nicht genug gearbeitet worden ist. Wir suchen einen Trainer, der mit dem WSV Borussia nach oben kommen will."

An der Anzahl der Bewerbungen sieht der Unternehmer, dass Wuppertal trotz der tabellarischen Rückentwicklung vom Auf- zum Abstiegs-Kandidaten ein attraktives Pflaster ist. Runge: "Wir haben sehr viele Bewerbungen bekommen, da sind wirklich ganz hervorragende Leute dabei. Wuppertal ist eine gute Adresse." Obwohl die Entscheidung auf der sportlichen Kommandobrücke noch nicht gefallen ist, blickt Friedhelm Runge dem neuen Jahr zuversichtlich entgegen: "Ich bin sicher, dass wir hier Ruhe reinbekommen. Das Potenzial, die Klasse zu halten, ist auf alle Fälle vorhanden."

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