Herzlich Willkommen zu den Düsseldorfer Keller-Kampf-Wochen. In den nächsten 21 Tagen wird die Punkte-Maschinerie im unteren Liga-Drittel angeworfen, wenn die Fortunen zunächst in Chemnitz (Samstag, 14 Uhr), dann am heimischen Flinger-Broich gegen die Bremer Amateure und dann gegen Preußen Münster antreten müssen.

DÜSSELDORF: Keller-Kampf-Wochen starten in Chemnitz

cb
19. November 2004, 10:53 Uhr

Herzlich Willkommen zu den Düsseldorfer Keller-Kampf-Wochen. In den nächsten 21 Tagen wird die Punkte-Maschinerie im unteren Liga-Drittel angeworfen, wenn die Fortunen zunächst in Chemnitz (Samstag, 14 Uhr), dann am heimischen Flinger-Broich gegen die Bremer Amateure und dann gegen Preußen Münster antreten müssen.

Herzlich Willkommen zu den Düsseldorfer Keller-Kampf-Wochen. In den nächsten 21 Tagen wird die Punkte-Maschinerie im unteren Liga-Drittel angeworfen, wenn die Fortunen zunächst in Chemnitz (Samstag, 14 Uhr), dann am heimischen Flinger-Broich gegen die Bremer Amateure und dann gegen Preußen Münster antreten müssen.
Es wird keine Vorentscheidung fallen, aber wichtige Zähler im Kampf gegen den Gang in die Oberliga werden in direkten Duellen vergeben.
Leider gibt es vor dem Trip in den Osten keine guten Nachrichten aus dem personellen Bereich: Nicolaj Hust und Markus Lösch bleiben weiterhin auf der Lazarett-Liste. Neu im Krankenlager ist Augustine Fregene, der sich im Spiel der zweiten Mannschaft einen Muskelfaser-Riss zuzog. Axel Bellinghausen (Muskelverhärtung) wird dafür beim CFC mit von der Partie sein, wie auch Keeper Carsten Nulle, der angeschlagen am Dienstag und Mittwoch mit dem Training aussetzte.
Auch der finanzielle Engpass des Vereins wurde beseitigt, die ausstehenden November-Gehälter an die Akteure überwiesen. Und während sich der Boulevard nur über die Randgeschichten, wie die Club-Finanzen oder die angeblichen Trainer-Kandidaten Gedanken macht, gibt es auch noch eine Mannschaft, die versucht, sich aus dem Abstiegskampf zu befreien.
Wobei es am Samstag in Chemnitz alles andere als eine leichte Aufgabe wird. Denn die Torverweigerer der Liga haben mittlerweile entdeckt, wo der gegnerische Kasten steht. Um zu überleben, zählen für die „Himmelblauen“ nur die drei Punkte. Fortuna-Coach Massimo Morales weiß, was ihn und seine Elf erwartet. „Es geht gegen einen direkten Konkurrenten. Eine Begegnung, die man auch keinen Fall verlieren darf. Wie auch die kommenden Partien wird es ein Sechs-Punkte-Spiel.“ Seine Meinung zum Gegner: „Eine gefährliche Elf, die die letzten Matches besser gespielt und auch gewonnen hat.“
Kein Geheimnis: Chemnitz wird sich in den 90 Minuten richtig reinknallen, das Ost-West-Denken ist immer noch im Hinterkopf. Ein Wuppertaler Kicker erinnert sich an das letzte Jahr: „Wir wurden beschimpft, auf dem Platz flogen die Fetzen. Uns wurde gesagt, wir grätschen Euch kaputt.“ Daher können sich die Düsseldorfer auf ein ordentliches Stück Arbeit einstellen. Und zwar mit einer Mannschaft, die höchstens auf einer Position verändert werden soll. Morales: „Mal schauen, wie sich Hamza Cakir entwickelt. Wird er fit, kann es sein, dass Bellinghausen wieder ins Mittelfeld rückt.“ Diese Idee bedeutet auch, im Angriff wird erneut Murat Gümütas stürmen. „Er bringt seine Leistung, auf der Bank habe ich dann mit Engin Kizilaslan und Gustav Policella noch gute Joker“, berichtet der Italiener.
Eine Vorgabe an sein Team stellt der Coach aber vor den letzten vier Spielen vor der Winterpause nicht. „Zwölf Punkte wären schön“, schmunzelt Morales, „aber ich denke nur an Chemnitz, wo wir nicht verlieren dürfen. Klar ist aber auch: Das nächste Heimspiel gegen Bremen müssen wir gewinnen.“ Ebenfalls bedeutend: Wie geht die Truppe mit einer erneuten Führung um. Beim BVB und gegen Lübeck wurde ein 1:0 verzockt. Morales: „Vielleicht haben einige gedacht, nach dem 1:0 läuft es von alleine, wir haben die Sache im Griff. Ich denke, alle haben gelernt, es darf nicht nachgelassen werden.“ Schließlich hat der Trainer ein Ziel vor dem Jahreswechsel fest im Auge: „Wir wollen bis zum Winter runter von den Abstiegsrängen. Mit zwei Siegen kann man sofort den Anschluss an das Mittelfeld erreichen.“

Autor: cb

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