Viel Aufregung gab es um die 69. Minute im Dortmunder Westfalenstadion. Der Freistoß, den David Solga versenkte, bedeutete den Ausgleich.

Düsseldorf: BVB-Ausgleich sorgte für jede Menge Gesprächs-Stoff

cb
05. November 2004, 13:11 Uhr

Viel Aufregung gab es um die 69. Minute im Dortmunder Westfalenstadion. Der Freistoß, den David Solga versenkte, bedeutete den Ausgleich.

Viel Aufregung gab es um die 69. Minute im Dortmunder Westfalenstadion. Der Freistoß, den David Solga versenkte, bedeutete den Ausgleich. War er aber auch regelkonform? Nach dem Handspiel von Dirk Böcker zeigte Schiedsrichter Christoph Bornhorst Böcker die gelbe Karte. Fortuna-Keeper Carsten Nulle begann, seine Mauer zu positionieren. In dieser Aktion schoss Solga in die Maschen, der Ausgleich zählte.
Düsseldorfs Coach Massimo Morales hatte eine klare Meinung zu dieser Szene. "Der Referee muss erst pfeifen. Für mich kein regulärer Treffer. Sehr schade für uns, aber wir müssen das Ergebnis akzeptieren." Sein Zusatz: "Seit Münster fallen dauernd Fehlentscheidungen gegen uns. Ich könnte eine lange Liste aufstellen. Vielleicht hängt es mit dem Trainer zusammen, der unsympathisch wirkt oder zuviel gestikuliert. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass irgendwann auch Entscheidungen zugunsten von uns ausfallen."
Immerhin gab der Italiener zu: "Wir sind beim 1:1 auch etwas selber schuld. Einer muss sich vor den Ball stellen." Denn der Ausgleich war den Regeln entsprechend. Der Schiedsrichter muss den Freistoß nicht per Pfiff freigeben. Und Borussias Solga hat den Unparteiischen gefragt, ob er schnell ausführen dürfte. Bornhorst bejahte und Solga verwandelte.
"Nulle blickte zurück: "Er gibt Böcker die gelbe Karte und machte keine Anstalten, den Freistoß freizugeben. Ich war dabei, die Mauer zu stellen und der schießt. Eigene Schuld, wenn keiner den Ball blockt. Da müssen wir etwas abgezockter sein. Der Schiri hat diesen Ermessens-Spielraum." Sein Fazit: "Im Vorfeld ging es nur um die Frage, wieviel wir in Dortmund kriegen. Daher können wir mit dem Remis leben."
Böcker, der das Handspiel vor dem 1:1 beging, schildert seine Sicht des viel diskutierten Ausgleichs. "Er hat es mir so begründet, er muss den Ball nicht freigeben. Sicherlich richtig, aber er hat mich wegen angeblich absichtlichen Handspiels zu sich gerufen und die Karte gezeigt. Ich laufe zurück und er hat geschrieben und an der Mauer rumkorrigiert. Dann kann ich den Treffer nicht geben."

Autor: cb

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