Wenn am Freitag die ARAG-Pokal-Partie zwischen Wuppertal und Düsseldorf angepfiffen wird, drückt Fortune Tim Kruse wohl nur von der Tribüne aus die Daumen.

DÜSSELDORF: Kruse unterstreicht Cup-Bedeutung

cb
29. Oktober 2004, 12:45 Uhr

Wenn am Freitag die ARAG-Pokal-Partie zwischen Wuppertal und Düsseldorf angepfiffen wird, drückt Fortune Tim Kruse wohl nur von der Tribüne aus die Daumen.

Wenn am Freitag die ARAG-Pokal-Partie zwischen Wuppertal und Düsseldorf angepfiffen wird, drückt Fortune Tim Kruse wohl nur von der Tribüne aus die Daumen. RS erreichte den ehemaligen Leverkusener mit einer bescheidenden Prognose. "Ich denke, es reicht nicht für Freitag." Sieht auch Trainer Massimo Morales so. "Vielleicht kann Tim auf der Bank sitzen, aber wichtig ist, ihn für Dienstag, wenn es gegen den BVB geht, hinzukriegen."
Das sieht der Kicker, der mit dem persönlichen Verlauf der bisherigen Saison nicht ganz einverstanden ist, genau so. "Ich habe mit Sicherheit schon ordentliche Leistungen gebracht", berichtet der Mittelfeld-Akteur, "aber es geht noch besser. Ich muss versuchen, noch mehr ins Spielgeschehen einzugreifen." Selbstkritik, die von den Verantwortlichen sicherlich nur teilweise geteilt wird. Schließlich wurde doch mehr als einmal betont, Kruse sei ein Neuzugang, der die Erwartungen erfüllen konnte.
Und das auf mehreren Positionen. Eigentlich ist der 21-Jährige im halblinken Mittelfeld zuhause, in einigen Partien wurde auch die Außenbahn beackert. "Kenne ich aus Leverkusen", erzählt Kruse, "zudem habe ich in der Mittelrhein-Auswahl schon linker Verteidiger gespielt. Daher war das keine große Umstellung für mich." Anders als auf dem Feld war die Umgewöhnung, was das Umfeld angeht. Kruse: "Hier ist schon einiges anders als bei Bayer, wenn ich nur an die vielen Fans denke. In Leverkusen waren nur ein paar Rentner am Spielfeld-Rand."
Und auch in Düsseldorf sind die Besucherzahlen in den letzten Wochen zurück gegangen. Enttäuschung machte sich bei den Anhängern nach fünf Niederlagen in Folge breit. "Auch bei uns kann keiner zufrieden sein, wo wir stehen. Ich denke aber, ein Platz im Mittelfeld ist weiter drin, im nächsten Jahr greifen wir dann an." Der persönliche Angriff hat schon geklappt. War Kruse fit, hat er auch gespielt. "So hatte ich es mir erhofft. Mein erster Gedanke war aber, ich muss mich über Teileinsätze empfehlen und dann im Laufe der Spielzeit durchsetzen."
Jetzt ging es schneller, nur gebremst durch den Faser-Riss und die muskulären Probleme der letzten Woche. Auch wenn Kruse im Zoo-Stadion daher nicht auflaufen kann, kennt er die Bedeutung der Partie. "Jeder will im DFB-Pokal spielen", zeigt sich der Youngster kämpferisch, "aber zuerst steckt nur das Match am Freitag im Kopf. Für uns ist es ganz wichtig, ein weiteres Erfolgserlebnis, gerade gegen einen Ligakonkurrenten, zu bekommen." Der Sieger der Partie trifft im Februar 2005 auf den Sieger der Begegnung ETB Schwarz-Weiß Essen - GSV Moers.

Autor: cb

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