Nach zwei Niederlagen in Folge und spätestens seit dem Augsburger Sieg in Karlsruhe sind die Chancen des VfL auf einen direkten Aufstieg nur noch theoretischer Natur.

VfL Bochum

Funkel behält die Nerven

20. April 2011, 20:53 Uhr

Nach zwei Niederlagen in Folge und spätestens seit dem Augsburger Sieg in Karlsruhe sind die Chancen des VfL auf einen direkten Aufstieg nur noch theoretischer Natur.

Doch Bochums Coach Friedhelm Funkel polterte nach dem 0:3 in Ingolstadt nicht los, sondern behält ganz offensichtlich im Zweitliga-Endspurt die Nerven. Im Gespräch mit RS erklärt er, worauf er in den letzten vier Runden Wert legt.

Herr Funkel, entgleitet der Traum vom Aufstieg?

Nein, auch wenn die ersten beiden Plätze mittlerweile in weite Ferne gerückt sind, wir träumen weiter. Deshalb wollen wir in den letzten vier Spielen so viele Punkte holen wie möglich. Dass wir dafür deutlich besser spielen müssen als zuletzt gegen Ingolstadt, wissen wir alle. Schon am Donnerstag in Paderborn wollen wir das mit der Unterstützung von über 2000 Fans gemeinschaftlich umsetzen.

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Wie sind Sie denn in den letzten Tagen mit dem schockierenden 0:3 umgegangen?

Mit dem Begriff schockierend muss man sehr vorsichtig sein. Richtig ist, dass es auch für uns eine bittere Niederlage war. Aber es wäre fatal, jetzt in Panik zu verfallen. Das hat auch keiner getan. Es bringt nichts, sich jetzt nur noch negative Gedanken zu machen was passiert, wenn es am Ende mit unserem Ziel nicht klappt. Deshalb haben wir die Situation in aller Ruhe besprochen. Ich habe daran erinnert, dass wir viereinhalb Monate lang konstant gute Leistungen abgerufen haben. Jeder muss sich wieder an seine Stärke erinnern, einfachen Fußball spielen, dann werden wir auch als Team wieder eine gute Leistung abrufen.

Wie groß ist die Gefahr, Rang drei zu verlieren?

Natürlich ist der Vorsprung nur noch hauchdünn, aber das bedeutet auch, dass wir noch einen Vorsprung besitzen und wir es selbst in der Hand haben, aus eigener Kraft Platz drei zu erreichen. Natürlich ist es nicht leicht, vier Spiele in Folge zu gewinnen, aber wir haben in der Hinrunde gezeigt, dass uns das gegen diese Gegner gelingen kann.

Müssen Sie am Donnerstag erneut einen Youngster ins kalte Zweitliga-Wasser werfen?

Ich habe mich noch nicht endgültig entschieden, ob Jonas Acquistapace oder Kevin Vogt neben Marcel Maltritz verteidigt. Ich sehe das auch nicht als das ganz große Problem an. Wie ich mich auch entscheide, mein Entschluss wird rational nachzuvollziehen sein. Viel wichtiger ist aber, dass die Mannschaft an sich glaubt und im Gegensatz zum Spiel in Ingolstadt auch bei einem unnötigen Ereignis, wie zum Beispiel einem Rückstand, nicht hektisch wird. In Ingolstadt haben wir viel zu schnell viel zu viel gewollt und haben dabei jegliche Ordnung verloren. Ich bin mir sicher, dass uns das in Paderborn nicht noch einmal passiert.

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