WUPPERTAL: Offener Runge-Brief an Osnabrücks Rasch

tt
05. September 2004, 17:45 Uhr

Dr. Dirk Rasch, Präsident des VfL Osnabrück, griff zu Tinte und Feder, um eine Stellungnahme zum Thema Georg Kreß abzugeben. RevierSport liegt das entsprechende Schriftstück, das an Ex-Vorstandsmitlied Hans-Gerd Krieger und Präsidiums-Mitglied Christian Genau adressiert ist, vor.

Dr. Dirk Rasch, Präsident des VfL Osnabrück, griff zu Tinte und Feder, um eine Stellungnahme zum Thema Georg Kreß abzugeben. RevierSport liegt das entsprechende Schriftstück, das an Ex-Vorstandsmitlied Hans-Gerd Krieger und Präsidiums-Mitglied Christian Genau adressiert ist, vor.
Dr. Rasch bestätigt darin: "Richtig ist, dass die Spielerberatungs-Agentur Heinze & Partner, vertreten durch Herrn Günter Kutowski, im Frühjahr dieses Jahres anlässlich eines Gesprächs über mögliche Verpflichtung von Spielern (...) beiläufig gefragt worden ist, ob bei einer eventuellen Trennung des WSV Borussia von seinem Trainer Kreß, der VfL Osnabrück sich vorstellen könnte, mit Herrn Kreß als Trainer zusammenzuarbeiten."
Markant: Zu diesem Zeitpunkt war der WSV Spitzenreiter, Kreß hatte seinen Kontrakt erst wenige Wochen zuvor um ein Jahr verlängert.
Dr. Rasch weiter: "Ohne, dass auf dieses Thema näher eingegangen wurde, hat Herr Kutowski Zeugnis und Lebenslauf des Herrn Kreß Herrn Gans, dem Manager des VfL Osnabrück, zur Verfügung gestellt."
Friedhelm Runge, Chef des WSV Borussia, nahm die Ausführungen seines Kollegen etwas verwundert zur Kenntnis. Mit einem offenen Brief via RevierSport antwortet der 65-Jährige.
"Sehr geehrter Herr Rasch, mit Ihrer Darstellung erwecken Sie den Eindruck, dass wir die Hose mit der Kneifzange anziehen. Es gibt für mich nur drei Wege, wie der VfL Osnabrück in den Besitz der Kreß-Bewerbungs-Schriftstücke gekommen sein kann. 1.) Die Entwendung der Unterlagen ist durch Zufall bei Ihnen gelandet. 2.) Der Bewerber selbst hat Sie bei Ihnen abgegeben. 3.) Ein Beauftragter hat die Bewerbung abgeliefert. Ich habe sofort nach dem Lesen Ihres Schreibens in meinem Schrank nachgeschaut und war zufrieden, dass meine Bewerbungs-Unterlagen alle noch da sind und nicht das gleiche passiert ist, wie unter Punkt eins angedeutet.
Nach meiner Einschätzung hat man einen Lebenslauf und ein Zeugnis nur dann in seinem Besitz, wenn der Betreffende das auch möchte. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Friedhelm Runge.

Autor: tt

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